Am Ende der Woche

Bei der Bekämpfung des Spinners müssen man noch Geduld haben

Steffen Gaux, Leiter der WAZ-Redaktion Gelsenkirchen  

Steffen Gaux, Leiter der WAZ-Redaktion Gelsenkirchen  

Foto: Kai Kitschenberg / FFS

Vielen geht die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners und seiner Nester in Gelsenkirchen nicht schnell genug. Ein Kommentar am Ende der Woche.

Ja, mich nervt dieses Vieh auch! Dieser Eichenprozessionsspinner ist echt nicht schön. Der Anblick seiner Nester löst Ekel aus; seine feinen toxischen Härchen erzeugen Pusteln und Juckreiz. Glück hat der, der nach dem Kontakt nicht noch Atemnot bekommt. Aber auch ohne ist es schlimm genug! Es wird Zeit, dass diese Nester endlich aus der Stadt verschwinden.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Über 1000 Nester gibt es noch in Gelsenkirchen. Zum letzten Monatswechsel waren es sogar über 1600. Das schafft keine Firma der Welt binnen weniger Wochen oder gar Tage. Und außerhalb Gelsenkirchens sieht es ja nicht besser aus. Auch dort sind die Spezialisten, die die Nester wegsaugen, stark gefragt. Die Firma, die diese Arbeit für Gelsendienste erledigt, kommt aus Bottrop. Deren Mitarbeiter setzen sich den Gefahren – mindestens aber mal den starken Unannehmlichkeiten des Spinners – aus, um die Bevölkerung vor ihm zu schützen. Dafür gebührt ihnen zunächst einmal ein großer Dank. Ich bin mir sicher, dass sie ihre Arbeit so schnell wie möglich erledigen – schon alleine, um sich selbst vor den Auswirkungen der Raupen-Härchen zu schützen.

Bis Gelsenkirchen vollständig vom Eichenprozessionsspinner und seinen Nestern befreit ist, wird also noch etwas Zeit (etwa zwei Monate) vergehen. Haben Sie so lange Geduld und nehmen Sie die Warnungen ernst, sich den Nestern so gut es geht nicht zu nähern!

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