Jobmesse

Behörden auf Nachwuchssuche in Gelsenkirchen

Jugendliche besuchten die Behördenmesse im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen. Dort konnten sie sich über die Ausbildung bei Zoll, Polizei, Finanzverwaltung oder auch bei der Stadt informieren.

Jugendliche besuchten die Behördenmesse im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen. Dort konnten sie sich über die Ausbildung bei Zoll, Polizei, Finanzverwaltung oder auch bei der Stadt informieren.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  Neun Behörden stellten ihre Ausbildungsmöglichkeiten im Hans-Sachs-Haus vor. Die Messe fand bereits zum dritten Mal statt.

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Wer noch nicht weiß, wo die berufliche Reise nach der Schule hingeht oder sich speziell für die Ausbildungsangebote bei den Behörden interessiert, war am Dienstagnachmittag im Hans-Sachs-Haus richtig. Dort hatte die Polizei Gelsenkirchen bereits zum dritten Mal zur Behördenmesse geladen.

Dort präsentierten sich neun weitere Behörden, um Schüler und andere Interessierte über die Möglichkeiten für Ausbildungen und Studiengänge zu informieren. Zu den Ausstellern in diesem Jahr gehörten neben der Polizei auch die Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung, die Handwerkskammer Münster, das Amtsgericht Gelsenkirchen, die Diakonie Gelsenkirchen/Wattenscheid, die Stadt Gelsenkirchen, die Agentur für Arbeit, die Bundespolizei, das Hauptzollamt und das Finanzamt.

Behörden versprechen Sicherheit

„Mir fällt auf, viele Schüler kommen gezielt, um sich über eine bestimmte Behörde zu informieren“, sagt Thomas Nowaczyk. Laut dem Polizeisprecher sei der Fachkräftemangel ein Grund, weswegen die Stellen stark umworben werden. Anderseits seien Behörden aber auch ein beliebter Arbeitgeber, der sichere Arbeitsplätze anbiete. „Wenn man nicht gerade den goldenen Löffel klaut, kann man hier Karriere machen“, so Nowaczyk.

Der Zoll warb vor Ort für Ausbildungsplätze im mittleren und gehobenen Dienst. Nach der Ausbildung zum Zollsekretär kann man dort weiter zum Zollinspektor aufsteigen. Dilara Thiesmann (20) und Philipp Schmidt (20) befinden sich derzeit im ersten Lehrjahr. Freunde und Verwandte hatten sie auf den Arbeitgeber aufmerksam gemacht. Beide Azubis sind sich einig, dass der Job oft unterschätzt wird. „Die Arbeit ist sehr vielschichtig. Es gibt jeden Tag etwas Neues“, sagt Dilara Thiesmann. Ihr Kollege fügt hinzu: „Schön ist es auch, dass man bei realen Einsätzen mitgenommen wird und dadurch den Arbeitsalltag kennenlernt.“ Die Kontrolle von Fälschungen, die Bekämpfung von Schwarzarbeit und die Aufdeckung von Geldwäsche gehören unter anderem zu den Ausbildungsinhalten.

Beim Finanzamt beschäftigt man sich mit der Anwendung von Gesetzen

Vanessa Triks (18) und Lilly Männel (17) wollen im nächsten Jahr am Schalker Gymnasium ihr Abitur absolvieren. Auch sie informierten sich auf der Messe. Vanessa Triks: „Es gibt einfach so viel, was man beruflich nach der Schule machen kann. Da die Zeit immer knapper wird, ist es wichtig, sich langsam zu entscheiden und Informationen einzuholen.“

Lilly Männels Wunsch ist es, beim Finanzamt anzufangen. Sie hat deswegen dort bereits ein Praktikum absolviert. Auf der Berufsmesse ließ sie sich von Soraya Radunovik beraten, die sich bereits im dualem Studium zur Finanzwirtin befindet. Vor dem Start wollte sie eigentlich Jura studieren, durch Zufall habe sie den Ausbildungsweg beim Finanzamt eingeschlagen. „Man rechnet zwar auch, aber in erster Linie geht es um die Anwendung von Gesetzen“, sagt die 22-Jährige.

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