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An- und Abreise zum Revierderby: Das müssen Fans wissen

Großeinsatz für die Polizei beim Revierderby FC Schalke 04 - Borussia Dortmund. Auch am Hauptbahnhof Gelsenkirchen gibt es Sicherheitsvorkehrungen, damit es keine Konfrontationen zwischen den verschiedenen Fangruppen gibt.

Großeinsatz für die Polizei beim Revierderby FC Schalke 04 - Borussia Dortmund. Auch am Hauptbahnhof Gelsenkirchen gibt es Sicherheitsvorkehrungen, damit es keine Konfrontationen zwischen den verschiedenen Fangruppen gibt.

Foto: Martin Möller / Archiv

Gelsenkirchen.  Neben dem Revierderby gibt es weitere Fußballspiele mit Risikopotenzial und eine Großdemo in Düsseldorf. Wie sich die Bundespolizei vorbereitet.

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Auch wenn in den vergangenen drei Jahren das Aufeinandertreffen von Fans des FC Schalke 04 und Borussia Dortmund weitgehend friedlich verlief – für die Polizei ist das Revierderby immer ein Hochrisikospiel und Großeinsatz. Und bei dieser Begegnung, es ist das übrigens das 155. Aufeinandertreffen von BVB und S04 (Pflichtspiele), kommen für die Einsatzkräfte noch weitere Risiko-Faktoren hinzu.

Neben dem Revierderby gibt es nämlich weitere Regionalliga-Begegnungen, die für die Polizei aufgrund von Rivalitäten unter den verschiedenen Fan-Gruppierungen der Ultra- und Hooligan-Szene ein gewisses Risikopotenzial haben.

So reisen ebenfalls am Samstag die Anhänger von Rot-Weiß Oberhausen zur SG Wattenscheid 09, die Fans von Rot-Weiss Essen müssen nach Düsseldorf, wo RWE gegen Fortunas zweite Mannschaft kickt. Außerdem gibt es noch das kleine Revierderby zwischen den U23-Teams von Dortmund und Schalke in Dortmund.

Fans von Werder und Fortuna Düsseldorf fahren durchs Ruhrgebiet - außerdem Großdemo in Düsseldorf

Und als ob das nicht schon genug ist: Durchs Ruhrgebiet reisen darüber hinaus noch die Fans von Werder Bremen (spielt in Leverkusen) und Fortuna Düsseldorf (müssen zum SC Paderborn). Zudem ist in Düsseldorf eine Großdemo in Zusammenhang mit der Invasion in Nordsyrien angemeldet. Das birgt unter Umständen weiteres Konfliktpotenzial, wie sich vergangenen Samstag gezeigt hat: Da hatten Problemfans von Rot-Weiss Essen in einem Regional-Express Teilnehmer der Kölner Kurden-Demo tätlich angegriffen.

Deshalb wird die Bundespolizei schon ab dem frühen Samstagmorgen an den Bahnhöfen im Ruhrgebiet mit vielen Einsatzkräften präsent sein, um die Anreise der Fußball-Fans zu den verschiedenen Begegnungen zu überwachen und bei Auseinandersetzungen frühzeitig einschreiten zu können. „Straftäter werden den Spielort nicht erreichen und werden konsequent zurückgeschickt“, so der Einsatzleiter der Bundespolizei, Polizeioberrat Sven Srol. Auch das Abbrennen von Pyrotechnik wird von der Polizei konsequent verfolgt.

Die Bundespolizei-Inspektion Dortmund, die den Einsatz leitet, wird von insgesamt drei Einheiten der Bereitschaftspolizei des Bundes aus Sankt Augustin, Huenfeld und Duderstadt verstärkt. Um die Fanströme aus der Luft zu überwachen, setzt die Bundespolizei auch einen Hubschrauber mit Bildübertragung ein.

Das plant die Bundespolizei konkret für das Revierderby:

Im Gelsenkirchener Hauptbahnhof lässt die Polizei Sichtschutzwände aufbauen, um verbale Provokationen zwischen den Fangruppen zu unterbinden und damit die Fans zügig den Hauptbahnhof verlassen.

Wie bei jedem Heimspiel des FC Schalke 04 wird der Zugang zur U-Bahn im Bereich der Bochumer Straße während der An- und Abreise der Dortmunder Gästefans gesperrt. Wer in die U-Bahn will, kann den Eingang im Hauptbahnhof und im Bereich des Bahnhofs-Vorplatzes nutzen.

Bahn und VRR werden für das Revierderby zusätzliche Züge einsetzen, deren genauen Abfahrtszeiten aktuell aber noch nicht feststehen.

Erhöhtes Verkehrsaufkommen und volle Züge

Vorsorglich macht die Bundespolizei darauf aufmerksam, dass vor allem während der Rückreise nach Spielende einzelne Bahnsteige zeitweise gesperrt werden könnten. Die Polizei empfiehlt allen Reisenden, ihre Planungen an dem erwartungsgemäß erhöhten Verkehrsaufkommen am Samstag rund um das Ligaspiel auszurichten. „Mit vollen Zügen im Ruhrgebiet muss gerechnet werden“, so die Bundespolizei. (mawo)

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