Stadtentwicklung

49 Projekte sind im Schalker Quartier gefördert worden

Gisela Sichelschmidt vom Stadtteilbüro Schalke ist eine der Ansprechpartnerinnen im Schalker Quartier.

Foto: WAZ

Gisela Sichelschmidt vom Stadtteilbüro Schalke ist eine der Ansprechpartnerinnen im Schalker Quartier.

Gelsenkirchen.   Gebietsbeirat Schalke hat getagt. Lessing-Realschüler erhalten Einblick in Pflegeberufe. Antonius-Kinder sind als Spürnasen im Gelsenkirchener Quartier unterwegs.

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Das Interesse von engagierten Bürgern, Trägern und Vereinen aus Schalke, ihren Stadtteil mit kreativen Ideen zu bereichern und weiter zu entwickeln, ist nach wie vor groß. Bei der sechsten Sitzung des Schalker Gebietsbeirates im Sportzentrum Schürenkamp beriet das Gremium jüngst über acht Anträge zum Quartiersfonds.

„Der Zuspruch ist groß“, freute sich Gisela Sichelschmidt vom Stadteilbüro Schalke über die gute Resonanz. „Bislang sind 49 Projekte gefördert worden.“ Einige weitere kommen jetzt hinzu und werden mit maximal 2000 Euro pro Projekt aus dem Quartiersfonds unterstützt.

Brücken schlagen zu Senioren

Da ist zum Beispiel die Lessing-Realschule. Die Schülerinnen und Schüler haben es sich zum Ziel gesetzt, junge wie alte Menschen enger zusammenrücken zu lassen. Externe Dienstleister, also etwa Pflegedienste, sollen angesprochen werden, um den Kontakt herzustellen. Im nächsten Schritt wollen die Jugendlichen den Werdegang der Senioren kennenlernen und sich den ein oder anderen Rat dank der großen Lebenserfahrung für ihren eigenen Weg holen. Zugleich lernen sie neue Berufsfelder in der Betreuung und Pflege älterer Mitmenschen kennen – das schafft Nähe, Verständnis und führt vielleicht auch dazu, dass der Mangel an medizinischen und pflegerischen Fachkräften geringer wird.

Den Anwohnern rund um die Luitpoldstraße steht dagegen der Sinn nach einem Freigarten. Sie wollen mehrere Hochbeete anlegen, die Erlaubnis des Hausbesitzers, die Steilmann KG, vorausgesetzt, und noch ein Sommerfest veranstalten.

Schalker Straßennamen entdecken

Und die Kinder der Antoniusschule versuchen sich beispielsweise als junge Nachwuchsjournalisten. „Bei ihrem Projekt geht es darum, Schalker Straßennamen zu entdecken und die Geschichte dahinter zu recherchieren“, erklärt Gisela Sichelschmidt. Geschichtsunterricht einmal anders und nicht ganz unwichtig, um die Bindung zur Heimat zu festigen.

Gisela Sichelschmidt wirbt dafür, sich weiter einzubringen und erinnert daran, dass die Frist zur Abgabe der nächsten Anträge am 11. Mai endet. Was bei Beantragung und Durchführung eines Projekts zu beachten ist, darüber gibt das Stadtteilbüro Schalke in der Luitpoldstraße Auskunft. Hier können auch die fertigen Anträge eingereicht werden. Die Antragsunterlagen gibt es als Download.

Der Gebietsbeirat setzt sich zusammen aus: sechs Bürgern, eineinem der Wohnungsunternehmen in Schalke, einem Mitglied des Integrationsrates, zwei Mitgliedern der Bezirksvertretung Mitte sowie drei Mitgliedern des Rates. Gewählt werden die Mitglieder aus der Bürgerschaft im Rahmen der stattfindenden Stadtteilkonferenz Schalke für die Dauer von zwei Jahren.

Der Quartiersfonds ist ausgestattet mit Fördergeldern des Bundes sowie des Landes NRW aus dem Programm „Soziale Stadt“.

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