Raub

14-Jähriger wird auf Gelsenkirchener Schulhof zum Raubopfer

Dem 14-jährigen Schüler wurden Schläge angedroht. (Symbolbild)

Dem 14-jährigen Schüler wurden Schläge angedroht. (Symbolbild)

Foto: Oliver Berg / dpa

Gelsenkirchen.  Tatort Gertrud-Bäumer-Realschule: Ein Junge wird festgehalten, bedroht, ihm wird die Kette vom Hals gerissen. Für die Polizei ein Alltagsdelikt.

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Raubopfer auf dem Pausenhof wurde ein 14-Jähriger an der Gertrud-Bäumer-Realschule. Freitag, 8. November, 9.45 Uhr, erste Unterrichtspause: Auf dem Hof umzingeln etliche Schüler einen Jungen, drohen ihm mit Schlägen, halten ihn fest. Schließlich wird dem 14-Jährigen von hinten eine Panzer-Goldkette vom Hals gerissen.

Der verängstigte Junge wendet sich an die Lehrer. Die Pausenaufsicht hat den den Überfall offenbar nicht registriert oder gesehen. Die Polizei wird umgehend informiert. Drei Beamte rücken schließlich an, nehmen eine Anzeige auf, durchsuchen mögliche Angreifer, notieren die Personalien der Beteiligten. So beschreibt die Mutter des betroffenen Jungen nach dessen Schilderungen das, was sich an der Schule abgespielt haben soll. So bestätigt es auch weitgehend die Polizei.

Polizei Gelsenkirchen spricht von einem „Alltagsdelikt“

Von einer größeren Gruppe mit 10 bis 15 Jugendlichen ist dort die Rede, die auf dem Schulhof das Opfer umringten. „Letztlich sind drei oder vier Verdächtige vernommen und durchsucht worden“, sagt Polizeisprecher Thomas Nowaczyk. Nach Polizeikategorien ist solch ein Raub eher „ein Alltagsdelikt. Aber Schule ist natürlich ein sensibler Raum“, und ein solcher Fall dort „besonders öffentlichkeitswirksam“, so Nowaczyk.

Vor allem wirkt die Tat bei den Betroffenen nach. Der 14-Jährige blieb einige Tage der Schule fern. Wohl krank vor Angst, wie die Mutter sagt, die das Geschehene öffentlich macht. „Mein Sohn muss sich dauernd übergeben. Mir tut das so leid. So was darf doch nicht geschehen. Kinder müssen doch sicher sein. Vor allem in der Schule.“

Vorfall beschäftigt die Schule intensiv

In der Realschule hat der Angriff auf den Jungen bereits am Freitag das Kollegium intensiv bis in den Nachmittag beschäftigt. Man habe Kontakt mit der Familie aufgenommen, die Schulsozialarbeiterin und der Beratungslehrer würden sich um den Fall kümmern. Beteiligt gewesen seien Schüler verschiedener Klassenstufen, nicht Kinder aus der achten Klasse, die der 14-Jährige besucht.

„So einen Vorfall hatten wir noch nie. Wir werden rigoros durchgreifen, weil wir so etwas nicht dulden. Das wird strafrechtlich und schulrechtlich weiterverfolgt“, kündigt Renate Berendes, die Konrektorin der Schule umfassende Aufklärung an. Auch über eine mögliche Vorgeschichte. „Was da im Vorfeld gelaufen ist, wissen wir nicht.“

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