Bildung

Winterleuchten bringt Stadtteil Hassel zum Strahlen

Schüler der Sekundarschule Gelsenkirchen-Hassel gaben beim „Winterleuchten“ einen Einblick in ihr Theaterprojekt „Art Up“. Die Veranstaltung verbindet den Tag der offenen Tür der Schule mit einem Begegnungsfest von Akteuren aus dem Stadtteil.

Schüler der Sekundarschule Gelsenkirchen-Hassel gaben beim „Winterleuchten“ einen Einblick in ihr Theaterprojekt „Art Up“. Die Veranstaltung verbindet den Tag der offenen Tür der Schule mit einem Begegnungsfest von Akteuren aus dem Stadtteil.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Hassel.  Die Gelsenkirchener Sekundarschule öffnete ihre Türen Ehrenamtlichen, um sich vorzustellen. Dabei präsentierte sie auch ihr eigenes Profil.

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„Es ist ein Stadtteilfest“, sagt Michael Krimpmann. Der didaktische Leiter der Sekundarschule Hassel beschreibt freudig den Erfolg, den die Verbindung aus dem siebten „Hasseler Winterleuchten“ und dem Tag der offenen Tür an der Schule hat. Tatsächlich ist das Gebäude voller Menschen, Groß und Klein, Alt und Jung. Die einen sind gekommen, den neuen Bildungsstandort im Leben der eigenen Kinder kennenzulernen, die anderen, hier ein Adventsgesteck zu erstehen und dort selbst gebackene Kekse.

„Wir haben drei Workshoptage durchgeführt. An denen haben die Schüler das alles erarbeitet“, erzählt Krimpmann. Auch, dass die Verkaufsstände ein wahrer Erfolg seien. Die erwähnten Adventskränze etwa sind am Nachmittag fast alle verkauft.

Geschichtskreis Hassel/Bergmannsglück und Autorinnen vor Ort

An anderen Ständen sind bekannte Gesichter aus dem Stadtteil zu sehen. Der Geschichtskreis etwa hat einen Klassenraum mit einer Ausstellung bestückt. Im selben Raum haben auch die Autorinnen Elke Schleich und Brigitte Vollenberg aus ihren Büchern gelesen. „Wir sind jedes Jahr dabei“, sagt Egon Kopatz vom Geschichtskreis. „Wir stellen hier Aktuelles und Historisches aus.“ Heute gehe es viel um das Zechengasthaus am Hasseler Markt, das mittlerweile abgerissen wurde.

Ein Höhepunkt im Programm sind die Aufführungen des Projektes „Art Up“, das Schüler der Jahrgangsstufen acht bis zehn an die Bühne heranführt. Projektleiterin ist die Schauspielerin Alma Gildenast. Sie lädt zudem einige andere Dozenten ein, mit den jungen Menschen zu arbeiten. Jene investieren viel in diese Möglichkeit, sich zu entwickeln, Fertigkeiten zu entdecken und zu schulen.

Theaterprojekt-Teilnehmer sind hoch motiviert bei der Sache

Vor den großen Ferien habe man sich zum ersten Mal getroffen. „Danach haben die Schüler ein kreatives Motivationsschreiben abgegeben“, erklärt Alma Gildenast. Das habe ein bisschen die Funktion einer Bewerbung gehabt. Denn die freie Entscheidung für das Projekt sei wichtig gewesen. „Es bedeutet einen Mehraufwand für die Kinder.“ Schließlich stehen pro Woche beachtliche acht Stunden Theaterunterricht an, dazu später Einzelcoachings und sogar demnächst eine kleine Reise.

Dann geht es auf den Hof eines Theaterregisseurs, auf welchem dann ein eigenes Lied geschrieben werden soll. Eine Bewerbung für die Schultheatertage habe man auch bereits abgegeben. „Es läuft gut, und die Kinder sind total motiviert“, so die Schauspielerin.

Das kann auch Hysen Ahmeti nur bestätigen. Er ist als Tanzlehrer dabei, hat mit den Kindern für heute eine kleine Darbietung einstudiert. „Wir haben an drei Tagen jeweils eine Stunde Zeit gehabt“, zeigt er auf, wie stramm der Zeitplan war. Demnächst solle eine richtige Show rund ums Thema Liebe einstudiert werden. Für heute aber war die kleine Einlage für die Schüler, deren Verwandte und die Besucher etwas Großes. „Am Anfang waren wir sehr aufgeregt. Aber der erste Auftritt ist gut gelaufen“, erzählt Mirac. Danach habe die 13-Jährige den zweiten Auftritt gelassener absolviert. Obwohl so viele Zuschauer da waren. „Meine Familie war auch hier. Die fanden es gut. Und sie haben alle Videos gemacht.“

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