Datenprojekt

WH verarbeitet Zahlenfolgen zu spannenden Infos der Region

An der Westfälischen Hochschule werden bei einem neuen Projekt Daten aus der Emscher-Lippe-Region verständlich aufbereitet.

An der Westfälischen Hochschule werden bei einem neuen Projekt Daten aus der Emscher-Lippe-Region verständlich aufbereitet.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Gelsenkirchen.  Beim neuen „Openregio“-Projekt der WH werden Daten aus der Emscher-Lippe-Region verständlich aufgearbeitet. Plattform mit Grafiken geplant.

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Daten aus der Stadt sammeln und so aufbereiten, dass sie für jeden verständlich sind: Das ist die Idee hinter einem neuen Projekt der Westfälischen Hochschule. „Openregio“ will es sich zur Aufgabe machen, regionale Statistiken in übersichtliche Infografiken zu übersetzen. Statt in langen Zahlenreihen sollen Informationen über die Internetverfügbarkeit im Stadtteil oder die Zahl der Start-Ups in der Nachbarschaft als Grafiken präsentiert werden.

„Wir erstellen Open-Data-Grafiken für Bürger, Unternehmen und Kommunen, die einfach und verständlich Fakten über die Emscher-Lippe-Region vermitteln“, erklärt Projektmitarbeiter Illya Siromaschenko sein Vorhaben. Er arbeitet an der Fachhochschule am Institut für Internetsicherheit. Zusammen mit seinem Team trägt er aktuell verschiedene Datensätze aus der Region zusammen, von denen die Wissenschaftler glauben, dass sie für die Bürger von Interesse sein könnten – etwa zu Unternehmensgründungen, Studierendenzahlen oder Digitalisierung.

Daten kommen von Stadt, Unternehmen und Privatpersonen

Als Quelle dienen Siromaschenko unter anderem Statistiken von der Stadt und verschiedenen Unternehmen. Aber auch Privatpersonen können ihre Datensätze zur Verfügung stellen. Gerade auf den öffentlich zugänglichen Statistikportalen von Stadt, Bund oder Unternehmen liegen Daten oft in tabellarischer Form vor. Das ist nicht immer übersichtlich und die vielen Zahlen wirken schnell verwirrend. Deshalb will „Openregio“ komplett auf solche Darstellungsformen verzichten. Alle Datensätze werden daher zunächst bearbeitet.

„Anfang 2020 sind die Open-Data-Quellen dann in unserem System integriert und Mitte des Jahres werden sie für die Öffentlichkeit online verfügbar sein“, erklärt Siromaschenko. Geplant ist, die Grafiken auf einem eigenen Onlineportal zu veröffentlichen. Das soll für jeden zugänglich und nutzbar sein. Ein tieferes Verständnis von Statistiken und Zahlen ist nicht mehr notwendig, betonen die Verantwortlichen.

Teil eines Verbundprojekts

Noch bis August 2020 wird das Projekt vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie mit knapp einer Million Euro gefördert. Es gehört zu dem Verbundprojekt „connect.emscherlippe“ der Westfälischen Hochschule. Darunter laufen aktuell verschiedene Projekte. So entsteht etwa ein sogenanntes „Living Lab“ in Kooperation mit der Stadt in der Künstlersiedlung Halfmannshof. Dort entwickeln Wissenschaftler Softwarelösungen, um kollaboratives Arbeiten und Wohnen unter einem Dach zu ermöglichen.

Das Blockchain-Projekt der Fachhochschule ist ebenfalls Teil von „connect.emscherlippe“. Forscher wollen eine eigene Datenbank entwickeln, die mit der Blockchain-Verschlüsselungstechnik kleinen und mittleren Unternehmen aus der Region bei der Digitalisierung hilft. Aber auch mit modernen Formen der Gebäudebewirtschaftung und den Möglichkeiten, die moderne Informationstechnologien für die Pflege bieten, befassen sich Mitarbeiter des Projekts.

Weitere Informationen zum Verbundprojekt und zu „Openregio“ gibt es unter .

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