Sportgeschichte

Vor 40 Jahren setzten Hugos Kumpels den Promi-Kickern zu

Siegfried Günther erinnert sich an das Wohltätigkeitsspiel vom 11. Oktober 1979 im Parkstadion Gelsenkirchen.

Siegfried Günther erinnert sich an das Wohltätigkeitsspiel vom 11. Oktober 1979 im Parkstadion Gelsenkirchen.

Foto: Frank Oppitz / FFS

Gelsenkirchen-Buer.  Der Sammler Siegfried Günther aus Buer hat Erinnerungen an das Benefizspiel 1979 im Parkstadion aufgehoben. 3000 Besucher sahen damals ein 2:2.

Heute hätte er die Zeit, damals beim Anpfiff hatte Siegfried Günther (73) Mittagsschicht auf Zeche Hugo. Dabei zaubern die Namen aus der Aufstellung vom 11. Oktober 1979, mithin vor exakt 40 Jahren, auch heute noch ein Glänzen in die Augen von Fans und Nostalgikern. Und der Bueraner Günther hat allerhand zusammengetragen rund um das Spiel.

Im ausverkauften Parkstadion trat seinerzeit eine Betriebsmannschaft der Zeche, die „Kumpels“ von 1962,

gegen eine Prominentenauswahl an. 3000 Zuschauer sahen ein munteres Aufeinandertreffen, die Flüchtlingshilfe Südostasien konnte sich über 8000 D-Mark freuen. Es müssen längst nicht nur zahlende Zuschauer gewesen sein, die Original-Eintrittskarte zeigt „3 Mark“. Dafür brachte die amerikanische Versteigerung in der dritten Halbzeit im Vereinslokal der Kumpel noch einmal 350 D-Mark.

„Bundesligastars von gestern und heute“ kündigte das Plakat vollmundig an, das der einstige Lokführer und später dann Bergmann für 36 Jahre noch vorweisen kann. Die Stars kamen sogar zum Teil aus Dortmund, etwa Udo Lattek und Reinhard Rauball, aber dann aus den Schalker Reihen Willi Koslowski oder Herbert Burdenski, mit 58 Lenzen der Methusalem auf dem Platz. Und ein gewisser Reinhard Libuda schaffte es mit seinen Haken auf dem Platz in die Schlagzeile.

Vom WDR waren Jochen Hageleit und Armin Hauffe dabei, von der WAZ Hans-Joachim Justen und Wolfgang Kerkhoff, die Moderation übernahm „die Stimme des Ruhrgebiets“, Werner Hansch, außerdem Schirmherr des Benefiz-Kicks und Kapitän der Promi-Elf.

Die kassierte in der ersten Halbzeit zwei Tore der Kumpel-BSG, durfte aber nach dem Pausentee sogar noch ausgleichen. Trainer Hennes Weisweiler kommentierte anschließend, schon aus Mitleid hätte er aus seinem Team nach zehn Minuten mindestens acht Leute rausnehmen müssen. Für 90 Minuten reichte die Puste nicht bei allen.

„Bei den Kumpels waren alle fit, und ich hab natürlich alle gekannt“, meint Siegfried Günther. Er hütet die Erinnerungen, die ihm viele Kollegen und Freunde zugetragen haben. Langsam aber gibt er sie schon weiter. „Unser Hausmeister, der kann die für seinen Verein in Erle gut gebrauchen.“

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