Sicherheit

Schutz vor Terror-Anschlägen in der buerschen City

„Zufahrtschutz Hochstraße“: So könnte das Sicherheitskonzept der Stadt aussehen. 

„Zufahrtschutz Hochstraße“: So könnte das Sicherheitskonzept der Stadt aussehen. 

Foto: Stadt GE

Gelsenkirchen-Buer.   Verwaltung, Feuerwehr und Polizei in Gelsenkirchen haben sich Gedanken gemacht. Jetzt müssen Politik und Interessengemeinschaften noch zustimmen.

Duisburg plant noch, in Dorsten wurde bereits Vollzug gemeldet und in Buer? „Da haben Vertreter der Stadtverwaltung bereits mit Polizei und Feuerwehr zusammengesessen und an einer Lösung gearbeitet“, sagt Stadtpressesprecher Oliver Schäfer. Der Arbeitstitel des Unternehmens: „Zufahrtschutz Hochstraße“. Im Kreuzungsbereich zwischen Hochstraße und Horster Straße sollen Blumenkübel installiert werden, die einen Terroranschlag in der Hochstraße verhindern sollen.

Auftrag des Innenministeriums

Zum Hintergrund: Bereits im August 2017, nach den Terror-Anschlägen auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, den Strandboulevard in Nizza, London, Stockholm sowie auf der Rambla im spanischen Barcelona, hatte das Landesinnenministerium per Erlass die Polizeibehörden aufgefordert, mit den Städten „unverzüglich“ Kontakt aufzunehmen, um herauszufinden, ob es Nachbesserungsbedarf beispielsweise beim Schutz von Fußgängerzonen vor Angriffen mit Lastwagen gibt.

Die ersten Vorboten der Planung sind für die Besucher der buerschen Innenstadt jetzt sichtbar: Wie offene Wunden klaffen bereits die ersten Baulöcher im oberen Bereich der Hochstraße.

„Ich bin entsetzt“, sagt Buers Werbegemeinschaftschef Ole Siemienski. „Wenn der Plan so umgesetzt wird, wie er jetzt vorgesehen ist, wird es keine Stadtfeste in Buer mehr geben“. Mit „Buer Live“ und dem „Cityfest“ könne man weder auf den Markt noch auf die Domplatte ausweichen. Auch der Weihnachtsmarkt und die verkaufsoffenen Sonntage im Stadtnorden stünden zur Disposition.

Diskussion beginnt jetzt

Die Sorgen der Werbegemeinschaft relativiert Stadtsprecher Oliver Schäfer. Die momentanen drei Baulöcher an der Ecke Horster- und Hochstraße seien nur sogenannten Suchschachtungen. Probebohrungen sozusagen, um Beschädigungen an den Ver- und Entsorgungsleitungen in Zukunft zu vermeiden.

„Wir schaffen keine Fakten“, so Schäfer. Am kommenden Donnerstag werden die Pläne in der Sitzung Arbeitsgemeinschaft der Behinderten und Selbsthilfegruppen vorgestellt. Anschließend soll natürlich auch die Werbegemeinschaft an der Diskussion beteiligt werden. Und natürlich müsse auch die Bezirksvertretung Nord in die Planungen einbezogen werden. „Wir wollen auf keinen Fall, dass die Stadtfeste nicht mehr stattfinden können“, verspricht Schäfer.

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