Michaelshaus

Rotarischer Herbstmarkt knüpft an buersche Tradition an

Der Rotarische Herbstmarkt im Michaelshaus – Initiatorin Astrid Doerpinghaus war mit der Premiere zufrieden.

Der Rotarische Herbstmarkt im Michaelshaus – Initiatorin Astrid Doerpinghaus war mit der Premiere zufrieden.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Buer.  Nach der Schließung des Autohauses widmet sich Astrid Doerpinghaus weiter ihrem Herzensprojekt: dem Kunstmarkt für den guten Zweck – mit Erfolg.

Gutes bleibt, so heißt es. Zuweilen jedoch verändert es dabei mächtig sein Gesicht. So ist es mit dem Kunstmarkt, der bis ins vergangene Jahr im Autohaus Doerpinghaus stattfand und als fester Bestandteil des Jahreskalenders in Buer den Beginn der Vorweihnachtszeit markierte. Nach der Schließung des Unternehmens stellt sich für die Initiatorin, Astrid Doerpinghaus, die den Markt stets im Schulterschluss mit „ihrem“ Rotary-Club Buer organisierte, die Frage nach der Zukunft der Veranstaltung. Deren erste Ausgabe fand am Wochenende im Michaelshaus statt – als rotarischer Herbstmarkt.

Viele bekannte Gesichter sind hier zu treffen, viele Aussteller gehen den neuen Weg gerne mit. „Der Markt war doch eine Institution in Buer“, weiß Sabine Schmidt. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Claudia Papst und Ute Naujoks arbeitet sie Schönes aus Stoffen, zusammen bieten die drei ihre außergewöhnlichen Waren seit jeher bei den Märkten von Astrid Doerpinghaus an.

„Für viele Menschen war es ganz klar, dass sie heute her kommen.“ Zufrieden mit dem Zulauf ist auch Ute Naujoks. „Die Reaktionen sind gut. Das Schöne ist, die Leute gehen erst in die Stadt und kommen dann her.“

Herbstmarkt in Gelsenkirchen-Buer mit weihnachtlichem Flair

Auch Gudrun Beineke war schon beim alten Format dabei, mit Kärtchen und Kistchen und mit den Vogelhäusern und Nistkästen, die ihr Mann selbst baut. „Vielleicht ist es doch etwas zu früh im Jahr“, sagt sie. „Die meisten kaufen ab November Geschenke. Und einige besondere Teile verschenkt man lieber, als dass man sie für sich kauft.“

Tatsächlich: Verlässt man das Foyer und betritt den Saal, ist es schon deutlich, dass es die richtig weihnachtlichen Stände schwer haben. Engel haben noch keine Hochkonjunktur. Dafür aber die Filzpantoffeln von Karin Rüter. Kalte Füße hat man schließlich jetzt schon. Sie ist eine der ganz wenigen, die zum ersten Mal dabei sind. Umso glücklicher präsentiert sie ihre Waren. Die Pantoffeln habe sie allesamt selbst gestrickt. Danach würden die gefilzt. Noch besser aber gingen die Wollsocken. „Die braucht man schließlich immer.“ Und dann verrät sie noch, sie führe eine Liste, habe mittlerweile 895 Paar Socken gestrickt.

Kurz vor dem Ausgang dann trifft man noch ein ganz bekanntes Gesicht: Die Fotografin Gudrun Moselewski bietet hier ihre Fotokarten, Kalender und mehr an. „Ich bin wirklich überrascht. Mit einem so guten Zulauf habe ich nicht gerechnet“, kann sie sich vor Interessenten kaum retten. „Ich bin begeistert.“

Zahl der Aussteller ist etwas geringer als früher

Astrid Doerpinghaus dürfte das sehr freuen. Der Markt war und ist für sie ein echtes Herzensprojekt. „Ich wollte ihn nicht am selben Ort fortsetzen“, sagt sie. „Dann ergab sich die Möglichkeit, ins Michaelshaus zu gehen. Mit Glück haben wir dieses Wochenende als einzig freies bekommen. Hier ist jetzt alles ein bisschen enger, aber es klappt prima.“

Natürlich ist die Zahl der Aussteller mit 31 etwas geringer. Aber auch das gehöre zum Wandel. Zufrieden ist auch Anne Heselhaus, Clubmeisterin der buerschen Rotarier und Mitstreiterin in Sachen Herbstmarkt. „Es zeigt sich, dass der Markt auch für die Aussteller eine Herzensangelegenheit ist.“ Scheinbar sogar für die Besucher. Das schreit doch nach einer Wiederholung, oder? Astrid Doerpinghaus lacht. „So wie es jetzt gerade läuft, spricht nichts dagegen.“

Traditionell unterstützte der Kunstmarkt karitative Initiativen in der Stadt. So tut es auch der rotarische Herbstmarkt. Ein Teil des Erlöses von Catering und Bücherstand geht an das Frauenhaus in Gelsenkirchen. Ein anderer Teil unterstützt eine Wohngruppe für Kinder psychisch erkrankter Eltern in der Nienhofstraße.

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