Förderprogramm

Reiterverein kann auf Geld von Stadt und Land hoffen

Der Stall muss bald geräumt werden: Nächstes Jahr muss der Reiterverein Gelsenkirchen von Erle nach Horst ziehen.

Der Stall muss bald geräumt werden: Nächstes Jahr muss der Reiterverein Gelsenkirchen von Erle nach Horst ziehen.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services

Gelsenkirchen-Erle.  Bis zu einer halben Million Euro kann der Reiterverein Gelsenkirchen für seinen Umzug bekommen. Gelsensport sagt zu, bei Anträgen zu helfen.

Mit guten Nachrichten für die Mitglieder des Gelsenkirchener Reitervereins hat sich Gelsensport-Geschäftsführer Günter Pruin auf die WAZ-Berichterstattung am Freitag gemeldet. Bis zu 400.000 Euro aus Landesfördermitteln könnten dem Verein schon bald für den Umzug nach Horst und den Neubau einer Reitanlage zur Verfügung stehen. Stadtsprecher Martin Schulmann betonte außerdem, dass das Vorhaben der Stadt, 100.000 Euro aus dem kommunalen Haushalt für die Umsiedlung zuzuschießen, weiter gelte. Der Wirtschaftsförderungsausschuss wird am kommenden Donnerstag darüber abstimmen.

„Wir werden dem Verein helfen“, machte Pruin deutlich und erklärte auch, wie das konkret aussehen soll: Aus dem Förderprogramm „moderne Sportstätte 2022“ soll der Verein Mittel vom Land NRW beantragen. Wegen der besonderen Situation des unvermeidbaren Umzugs, der einen kompletten Neubau nötig macht, erfüllt der Reiterverein die Voraussetzungen, die Landesmittel abzurufen. Gelsensport sei daher bereit, beim Ausfüllen der Anträge zu helfen.

300 Millionen Euro Gesamtfördersumme

Alle Sportorganisationen, die in einem Sportbund organisiert sind und Eigentümer einer Sportstätte sind oder diese für mindestens zehn Jahre gemietet oder gepachtet haben, können Fördermittel beantragen. Finanziert werden sollen davon Modernisierungen, Instandsetzungs- oder Sanierungsarbeiten, Umbauten, aber auch Neubauten, wenn diese nötig sind. Insgesamt stellt das Land 300 Millionen Euro dafür zur Verfügung.

Mit der Zusage, das Gelände an der Horster Straße von der Stadt in Erbbaupacht nutzen zu können, kann der Verein davon einen Teil erhalten. Zusammen mit den Geldern der Stadt stünden den Mitgliedern dann bis zu 500.000 Euro zur Verfügung. Einen Eigenanteil muss der Verein allerdings trotzdem leisten. Ob die Aktiven dafür genug Spenden sammeln können, ist weiter unklar.

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