GGW-Bilanz

Gute Entwicklung bei den 57 Gewerbeimmobilien der GGW

Die Ingenieure von Müller BBM haben ihren Firmenneubau in Horst (l.) bezogen, auch Vivawest hat seine Zentrale 2018 erweitert.

Die Ingenieure von Müller BBM haben ihren Firmenneubau in Horst (l.) bezogen, auch Vivawest hat seine Zentrale 2018 erweitert.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Erle/Horst/Bismarck.  Bei den 57 Gewerbeimmobilien läuft es für die Stadttochter GGW gut. Teuer wird dagegen wohl die Altbaupleite in Bismarck für die Gelsenkirchener.

Eine Problemimmobilie dürfte die nächste Bilanz der GGW, der Gelsenkirchener gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft belasten: Das Eckhaus Bismarckstraße 300, seit 2017 im Bestand der GGW, hat vor wenigen Monaten für Negativschlagzeilen gesorgt. Das Gebäude stand zum Abriss, nach einer gutachterlichen Bewertung bestand Einsturzgefahr – auch für zwei Nachbarhäuser. Ab 1. April musste die Bismarckstraße gesperrt werden, mussten 36 Bewohner der direkten Nachbarhäuser umquartiert werden. Das Nachbarhaus Jägerstraße kaufte die GGW später, der Abriss der Gebäude ist erfolgt. Eine Neubebauung an gleicher Stelle unrealistisch. „Da haben wir Fehler gemacht“, räumt Geschäftsführer Harald Förster beim Bilanz-Gespräch am GGW-Sitz in Erle ein. „Das hätten wir früher in den Fokus nehmen müssen. Aber letztlich haben wir das gut in den Griff bekommen.“

Firmenneubauten auf GGW-Grundstücken in Gelsenkirchen

Optimal gelaufen ist dagegen das vergangene Jahr bei den Gewerbeimmobilien – 57 sind es an der Zahl mit 20.050 Quadratmetern Nutzfläche. Besonders die Entwicklung im Nordsternpark ist aus Försters Sicht erfreulich. Die Ingenieure von Müller BBM haben hier ihre Firmenaktivitäten gebündelt und einen Neubau auf ein GGW-Grundstück gesetzt, auch Vivawest hat seinen Erweiterungsbau längst bezogen. Die GGW ist mit 94,9 Prozent Mehrheitsgesellschafterin der Nordsternpark GmbH und führt sämtliche Managementdienstleitungen aus. Gleiches gilt auch für den Wissenschaftspark, an dem die GGW 49 Prozent hält.

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Insgesamt stellt sich das Unternehmen breiter als Servicedienstleister auf. Beschäftigt sind 64 Mitarbeiter, davon 16 im technischen und gewerblichen Bereich. Mit elf Auszubildenden ist die Quote extrem hoch. Beruflich, ist Förster überzeugt, bietet die Branche beste Perspektiven. „Wir ermöglichen das Zusammenleben von Menschen, das kann man nicht per Callcenter oder App erledigen.“

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