Radstation im Bahnhof in Vorbereitung

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Fröndenberg. (CT) In das leerstehende Bahnhofsgebäude könnte bereits in wenigen Wochen die AWO-Radstation einziehen. Die CDU-Fraktion stellte einen entsprechenden Antrag an die Stadt.

Der Bahnhof, der seit dem 1. Januar 2005 im Besitz der Stadt ist, soll nach Willen der CDU-Fraktion der AWO ab sofort mietfrei überlassen werden. Dort soll eine Radstation und gegebenenfalls eine Radherberge eingerichtet und von der AWO betrieben werden. Die Nebenkosten sollen von der Institution selbst getragen werden.

"Wir stellen fest, dass der andauernde Leerstand unserem Bahnhof schadet", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Gerd Greczka und merkt an: Der optische und substanzielle Verfall schreite trotz kleiner Instandhaltungsmaßnahmen fort, das Umfeld erfahre eine Abwertung. "Das Bahnhofsgelände ist tot."

Da es sich um eine städtische Immobilie handele, sehe die CDU den Rat der Stadt und die Verwaltung in der Pflicht, "alles Erdenkliche zu tun, um eine Belebung des Geländes herbeizuführen und den Erhalt zu sichern."

Bereits im November des vergangenen Jahres stellte AWO-Geschäftsführer Peter Resler in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt ein Konzept der AWO für eine Radstation und eine Radlerherberge vor. Als funktionierendes Beispiel in der Region führte Peter Resler die Radstation und die Radherberge in Selm an. Diese Einrichtungen hätten sich etabliert: Inzwischen sei der Selmer Bahnhof von der AWO käuflich erworben worden.

Die Mitglieder des Ausschusses waren von dem Konzept überzeugt und empfahlen der Verwaltung, zwecks Klärung von Fragen und Details Kontakt mit der AWO aufzunehmen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen möglichen Investoren soll berücksichtigt werden.

Der AWO-Geschäftsführer betonte, dass die Einrichtung einer Radstation in keiner Hinsicht im Wege stehen würde. Die CDU-Fraktion möchte eine baldige Lösung für den Leerstand in Fröndenberg finden.

Seit drei Jahren, so die CDU, suche die Stadt bereits nach einem Investor, "der das Gebäude und das Grundstück entwickelt und einer neuen Nutzung zuführt." Es gab zwar nach Auskunft der Stadt zahlreiche Anfragen von Interessenten, bis heute sei es jedoch nicht zu einem erfolgreichen Abschluss eines Kaufvertrages gekommen.

Weiterhin am Bahnhof interessiert ist auch Lothar Brauer, der einen Gastronomie-Komplex im Gebäude plant. Auch von einer gemeinsamen Nutzung mit der AWO ist die Rede.

Die CDU-Fraktion hofft, dass "im Hinblick auf die bevorstehende Fahrradsaison, das Projekt kurzfristig umgesetzt wird." Bereits in der kommenden Ratssitzung am 5. März könnte eine Entscheidung fallen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben