2 250 Euro beenden "Fall Sodenkamp"

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Fröndenberg. (jens) Dirk Sodenkamp kommt um eine öffentliche Hauptverhandlung herum - wenn er zahlt.

Das Amtsgericht Hamm hat jetzt gegen den Ex-CDU-Stadtverbandsvorsitzenden und Ex-Bürgermeisterkandidaten einen Strafbefehl in Höhe von 2250 Euro wegen Urkundenfälschung erlassen.

Rückblende: Im März vergangenen Jahres bewarb sich der Nachwuchspolitiker um den Job des Archivars bei der Stadt Hamm. Sodenkamp durchlief das Bewerbungsverfahren in der Großstadt erfolgreich, obwohl er keinerlei Berufserfahrung in diesem Bereich vorzuweisen hatte. Hinter vorgehaltener Hand war schnell von Vetternwirtschaft die Rede. Ist doch Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann Parteifreund von Dirk Sodenkamp.

Der Vorwurf der Vetternwirtschaft wurde laut, als aufflog, dass sich Sodenkamp mit einem gefälschten Magisterzeugnis der Uni Münster beworben hatte. Das sei so dilettantisch gefälscht gewesen, so Dr. Ina Holznagel, Sprecherin der Dortmunder Staatsanwaltschaft, dass es sofort hätte auffallen müssen. Die Affäre sorgte für ein politisches Erdbeben in Hamm. Die SPD hatte in einer Ratssondersitzung in der Sommerpause den Oberbürgermeister gefragt, wie Sodenkamp im Bewerbungsverfahren überhaupt bis ins Vorstellungsgespräch kommen konnte.

Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Strafbefehl von 90 Tagessätzen a 25 Euro, was am Ende 2 250 Euro ausmacht. Einen Eintrag in das Bundeszentralregister hat das nicht zur Folge. Der ehemalige Vorsitzende der Jungen Union Ruhrgebiet hat sich aus dem öffentlichen Leben Fröndenbergs vollständig zurückgezogen.

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