Bombe

Bombe in Essen um 1.30 Uhr erfolgreich gesprengt

Im inneren Kreis leben nur wenige Menschen, der Evakuierungsaufwand hielt sich in Grenzen. Der äußere hingegen ist dicht besiedelt und es gibt zahlreiche Gewerbebetriebe. Die Bombe in Essen wurde in der Nacht zu Freitag gesprengt.

Im inneren Kreis leben nur wenige Menschen, der Evakuierungsaufwand hielt sich in Grenzen. Der äußere hingegen ist dicht besiedelt und es gibt zahlreiche Gewerbebetriebe. Die Bombe in Essen wurde in der Nacht zu Freitag gesprengt.

Foto: Stadt Essen

Essen.  Auf dem „Essen 51“-Areal wurde am Donnerstag eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Weltkrieg entdeckt. Sie wurde noch in der Nacht gesprengt.

Auf der Baustelle des neuen Stadtteils Essen 51 auf dem Gelände der früheren Krupp-Fabriken ist in der Nähe des Berthold-Beitz-Boulevards eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Sprengsatz wurde noch in der Nacht zu Freitag unschädlich gemacht.

Wegen des Zustands der Bombe – es gab keinen Zünder mehr – kam nur eine aufwendige Sprengung in Frage, keine konventionelle Entschärfung. Gegen 1 Uhr konnte die Sprengung beginnen, gegen 1.30 Uhr vermeldete die Stadt Essen Erfolg. Anschließend konnten die Anwohner zurück in ihrer Wohnungen.

Bombe in Essen: Sprengung begann nach 1 Uhr

200 Einsatzkräfte waren laut Stadtsprecherin Jasmin Trilling vor Ort. Diese gruben ein Loch, in das die Sprengmeister die Bombe mit Hilfe von Baggern vorsichtig hinein bugsierten. Anschließend wurde Sprengstoff angebracht, der extra bestellt und unter hohem Aufwand an den Ort des Geschehens gebracht werden musste, da Sprengmeister Frank Stommel diesen normalerweise nicht mit sich führt. Zudem bauten die Einsatzkräfte eine Containerwand auf, um eine Druckwelle aufzufangen. Diese soll in den kommenden Tagen abgebaut werden, teilte die Stadt mit.

Die Stadt erhielt zusätzlich Hilfe durch das Technische Hilfswerk, das mit schwerem Gerät den Sand bewegen sollte. Wegen des schlammigen Untergrunds gestaltete sich das Graben des Lochs nicht so einfach. Das Loch wurde mit 600 Kubikmeter Sand verschlossen, außerdem standen 80.000 Liter Wasser in speziellen Behältern bereit.

Die Sprengung bedurfte umfangreicher Vorbereitungen

Günstig war, dass laut Stadt „nur eine Handvoll Anwohner“ im engeren Umkreis von 500 Metern um die Bombenfundstelle wohnt und in Bereitschaftsunterkünfte gebracht werden musste.

Im Umkreis von 500 Metern bis 1000 Metern leben hingegen 8400 Menschen. Diese sollten sich während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt lagen. „Dieser Kreis zieht sich bis hin zum Niederfeldsee“, sagte die Stadtsprecherin. Dort waren gegen 19.30 Lautsprecherwagen im Einsatz, die auf das geforderte Verhalten hinwiesen.

Corona-Problem wurde berücksichtigt

Im äußeren Kreis gab es ferner zahlreiche große Gewerbegebiete, etwa das Amazon-Auslieferungslager oder Betriebe der EBE. Auch dort war der Aufenthalt nur in den abgewandten Gebäudeteilen erlaubt. Gegen 18.30 begann die Feuerwehr die Straßen abzusperren, schon zuvor war laut Trilling wegen der vielen Sand-Lkws kaum noch ein Durchkommen. Ortskundige Autofahrer wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. (red)

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