Umweltschutz

Was jeder für den Klimaschutz zu Hause tun kann

Mit einem Messgerät kann jeder schnell feststellen, wie viel Kühlschrank & Co. verbrauchen und ob sich ein Neukauf nicht nur aus Klimagesichtspunkten sondern auch finanziell lohnt.

Mit einem Messgerät kann jeder schnell feststellen, wie viel Kühlschrank & Co. verbrauchen und ob sich ein Neukauf nicht nur aus Klimagesichtspunkten sondern auch finanziell lohnt.

Foto: Christof Köpsel / FUNKE Foto Services

Essen.  Für den Umweltschutz ist es am besten, wenn jeder Energie spart. Wie das gelingt, sagt der Energieberater der Verbraucherzentrale Essen.

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Die aktuelle Klimadebatte führt offenbar auch bei Essenern stärker zu einem Umdenken. „Wir haben in unserer Energieberatung mehr Anfragen von Bürgern dazu, was sie selbst für mehr Klimaschutz tun können“, sagt der Energieberater Hans-Dieter Meyer von der Verbraucherzentrale. Dabei muss es nicht gleich die Solaranlage auf dem Dach sein, um sich umweltfreundlicher zu verhalten, sagt Meyer. Gerade in großstädtischen Strukturen ließen sich diese meist ohnehin nicht so einfach installieren. Dennoch, so sagt der Experte, könne jeder etwas für den Klimaschutz zu Hause tun. Das einfache Motto dabei lautet: „Der größte Hebel ist, generell weniger zu verbrauchen.“

Energieberater Hans-Dieter Meyer wird dazu am 23. Oktober, 18 Uhr, einen Vortrag in der Beratungsstelle in der Hollestraße 1 halten und Interessierte aufklären, wie sie zu Hause Strom sparen können. Im Gespräch mit der Redaktion hat er jedoch schon mal einige Tricks und Kniffe verraten, worauf jeder zu Hause achten kann. Allerdings gehört auch eine gewisse Detektivarbeit dazu, die unnötigen Energiefresser ausfindig zu machen.

Auf das Warmwasser achten

Das Warmwasser, noch dazu wenn es mit Strom erhitzt wird, ist der größte Verbraucher in einem Haushalt, so Meyer. Wer also einen Durchlauferhitzer hat, der sollte vor allem darauf achten, das warmes Wasser auch nur dann angefordert wird, wenn es wirklich notwendig ist. Also beispielsweise beim Zähneputzen das Wasser nicht einfach laufen lassen. Die meisten Haushalte hätten zudem so genannte Ein-Hebel-Mischbatterien, und deren Hebel stünden in den allermeisten Fällen in der Mitte. Das bedeutet allerdings, das bei jedem Betätigen immer auch warmes Wasser mit verbraucht wird, obwohl es vielleicht gar nicht nötig ist. Also: Dann Hebel immer erstmal auf kalt stellen.

Stromfresser Nr. 1: Kühlschrank

Nicht das Alter allein ist ein Indiz dafür, ob der Kühlschrank gegen einen neuen ausgetauscht werden sollte. Wer wissen will, ob sich das nicht nur klimatechnisch sondern auch finanziell lohnt, sollte den Stromverbrauch des eigenen Gerätes messen und mit dem eines neuen vergleichen. Messgeräte können kostenlos bei der Verbraucherzentrale ausgeliehen werden. Eine Rechenhilfe hat die Verbraucherzentrale auch auf ihrer Seite. „Wer sich ein neues Gerät anschafft, sollte auf mindestens drei Pluszeichen hinter dem A achten“, sagt Meyer. Generell sollten die Geräte in der Größe angeschafft werden, die im Haushalt auch tatsächlich notwendig ist. Große Geräte verbrauchen in der Regel auch mehr Strom. Und natürlich sollten Speisen, bevor sie in den Kühlschrank wandern, abgekühlt sein.

Stromfresser Nr. 2: Trockner

Die gute alte Wäscheleine ist für den Klimaschutz natürlich immer noch das Beste. Wer dennoch nicht auf den Trockner verzichten kann oder will, sollte über den Kauf eines neuen Gerätes nachdenken, wenn das bisherige schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Moderne Kondenstrockner mit Wärmepumpentechnologie können bei einem Drei- bis Vier-Personen-Haushalt schon mal bis zu 130 Euro Ersparnis pro Jahr auf der Stromrechnung bringen, sagt Meyer. Vor dem Trocknen die Wäsche außerdem gut schleudern.

Stromfresser Nr. 3: Waschmaschine

Weniger ist mehr, lautet hier die Devise und zwar bezogen auf die Waschtemperatur. Bei normal verschmutzter Wäsche reichen oft 30 Grad aus. In den meisten Fällen kann auf die 60- oder gar 95-Grad-Wäsche verzichtet werden. Bei 30 Grad sparen Haushalte mindestens 30 Prozent Energie gegenüber einer 60-Grad-Wäsche. Und: Die Waschmaschine sollte natürlich möglichst gut gefüllt sein, um unnötige Waschgänge zu vermeiden.

Verbrauch regelmäßig ablesen

Meyer rät Haushalten, nicht erst die Jahresabrechnung abzuwarten. Wer regelmäßig den Verbrauch von Strom, Wasser oder Gas dokumentiert, geht bewusster mit Energie um und spart dadurch.

Energieberatung nutzen

Wer seinen Energieverbrauch optimieren will, der kann die Energieberatung der Verbraucherzentrale nutzen. Diese ist kostenlos. Auch ein Basis-Check zu Hause ist möglich und seit diesem Jahr kostenlos. Einen Termin zur Energieberatung können Verbraucher vereinbaren unter 0201 64 95 74 01 oder unter 0211 33 996 555

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