Arbeitskampf

Warnstreik startet an Unikliniken und Landesbehörden

Auch an der Uniklinik in Essen wird am heutigen Dienstag erneut gestreikt.

Auch an der Uniklinik in Essen wird am heutigen Dienstag erneut gestreikt.

Foto: Roland Weihrauch/dpa

Essen.   Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst sind am Dienstag Mitarbeiter der Unikliniken in einen ganztägigen Warnstreik getreten.

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Ein ganztägiger Warnstreik an den Unikliniken, Hochschulen und Behörden des Landes NRW wird am heutigen Dienstag zu Beeinträchtigungen für Patienten und Bürger führen. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst, mehrere Gewerkschaften hatten zum Arbeitskampf aufgerufen.

Für die Uniklinik Essen wie für die in Düsseldorf, Köln und Bonn erwartet Verdi jeweils mehrere hundert Streikende. Allein in Düsseldorf sollen es 800 sein, sagte eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft am Morgen. Die Frühschicht habe bereits mit dem Streik begonnen. Die Versorgung von Notfällen an den Unikliniken soll weiterhin gewährleistet sein, doch „bei terminierten Behandlungen ist mit deutlichen Beeinträchtigungen zu rechnen“. Planbare Operationen könnten verschoben werden.

Mindestens 200 Euro mehr gefordert

Mit den Aktionen in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern wollen die Gewerkschaften den Druck in den Gesprächen für rund eine Million Beschäftigte erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. Februar in Potsdam. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Für Pflegeberufe soll die Gehaltstabelle um 300 Euro erhöht werden, außerdem soll es für Wechselschichten in Kliniken Zusatzurlaub geben. Die Länder haben die Forderungen als überzogen zurückgewiesen.

Neben den Mitarbeitern der Unikliniken sind auch die der Universitäten, Hochschulen und verschiedener Landesbehörden zum Warnstreik aufgerufen. In Essen sind etwa die Beschäftigten des Justizbereiches aufgerufen, in Oberhausen die des Informationstechnikbetriebes IT.NRW. In Mülheim streiken zum Beispiel Mitarbeiter der Hochschule Ruhr-West.

Zentrale Kundgebung sind in Köln und Düsseldorf geplant. Auch in Essen auf dem Willy-Brandt-Platz und in Duisburg sollen Verdi zufolge am Vormittag Kundgebungen stattfinden. (dpa/tom)

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