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Uriah Heep, Suzi Quatro und Co.: Urgesteine rocken Lichtburg

Sie können es nicht lassen: Auch 49 Jahre nach ihrer Gründung stehen Uriah Heep immer noch auf der Bühne.

Foto: imago

Sie können es nicht lassen: Auch 49 Jahre nach ihrer Gründung stehen Uriah Heep immer noch auf der Bühne.

Essen.   Die Lichtburg hat sich als Rockbühne etabliert. Dieses Jahr kommen unter anderem Uriah Heep, Suzi Quatro, Jethro Tull und Kris Kristofferson.

Die Lichtburg rockt. Und zwar immer öfter. „Seit Kraftwerk im Herbst 2015 bei uns sieben Tage lang vor ausverkauftem Haus aufgetreten sind, kommen immer mehr Veranstalter auf uns zu und wollen die Lichtburg buchen“, sagt Lichtburgleiter Bernhard Wilmer.

Kraftwerk als Türöffner, damit haben die Lichtburg-Verantwortlichen nicht gerechnet – und sich umso mehr gefreut. Tatsächlich gibt es einen großen Bedarf an überschaubaren Konzerthallen, die Clubatmosphäre versprühen. Besonders bei Bands und Interpreten, die ihre ganz große Zeit bereits hinter sich haben, die Riesenhallen oder Stadien nicht mehr füllen können und wollen, aber immer noch eine treue Fangemeinde ihr eigen nennen. So wie Patti Smith. Oder Fischer Z, Mike & the Mechanics, Paul Young, Joe Jackson und Laurie Anderson. Sie alle waren schon da. Und begeistert von diesem besonderen Ort. „Alle fühlten sich sehr wohl und wollen wiederkommen“, weiß Lichtburg-Sprecherin Claudia Hagedorn. Was sie besonders freut: Viele haben auf ihrer Europatournee nur einen Deutschlandauftritt – und den in Essens schönstem Kino. „Das ist doch eine tolle Werbung auch für unsere Stadt.“

Früher, so Hagedorn, habe man die Stadt mit dem legendären Rockpalastkonzerten identifiziert. „Wenn ich im Urlaub erzählte, dass ich aus Essen komme, hieß es sofort: Ahh, Rockpalast.“ Dass mittlerweile ein paar Namen auftauchen, die schon bei der berühmtesten Konzertreihe der 1970er und 1980er Jahre dabei waren, freut die 61-Jährige umso mehr. „Patti Smith habe ich 1979 im Rockpalast erlebt und 38 Jahre später bei uns. Beide Male war es ein unvergessliches Konzert.“

Auch Barclay James Harvest kommt

So wundert es nicht, dass sich auch in diesem Jahr wieder namenhafte Bands angekündigt haben, die die Herzen mancher Mittfünfziger bis Mittachtziger höher schlagen lassen. Im bequemen Kinosessel sitzend, können sie folgende Rockgrößen genießen: Suzi Quatro (26. September.). Die kleine amerikanische Rocklady, Jahrgang 1950, trat früher gerne komplett in schwarzem Leder gewandet auf. Ihr größter Hit: Can the Can. Wesentlich älter aber immer noch ziemlich gut in Form ist Kris Kristofferson. Der 81-jährige amerikanische Countrysänger und Schauspieler macht am 13. Juni in der Lichtburg Station. Ebenfalls angekündigt hat sich Barclay James Harvest (27. März). Die britische Band war für ihren opulent- orchestralen Stil bekannt. Ihr größter Hit: das legendäre Hymn.

Immer noch weltberühmt sind Jethro Tull. Gemeinsam mit Frontmann Ian Anderson feiern sie ihr 50-Jähriges Bestehen am 21. November in der Lichtburg. Da warten dann alle auf Locomotive Breath. Eine ganz andere Nummer sind King Crimson. Die experimentierfreudige progressive Band mit dem genialen Gitarristen Robert Fripp und dem nicht minder genialen Bassisten Tony Levin ist ein echtes Ereignis. Da ihr Konzert am 20. Juni bereits nach kurzer Zeit ausverkauft war, gibt es am 21. Juni noch ein Zusatztermin. Also schnell Karten sichern.

Hardrock mit Mick Box

Hardrock vom Feinsten verspricht Uriah Heep (6. November). 1969 gegründet, zählt die britische Band gemeinsam mit Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin und Nazareth zu den frühen und erfolgreichsten Vertretern des Genres. Von der ursprünglichen Besetzung ist lediglich Gitarrist und Sänger Mick Box übrig geblieben. Unvergessen für viele Fans: der viel zu früh verstorbene David Byron. Und ihr kommerziell größter Hit: die Lady in Black.

Fehlt nur noch Rufus Wainwright. Der kanadisch-US-amerikanischer Singer-Songwriter (Konzert am 16. Juni) ist ein musikalische Multitalent. Er hat Filmsoundtracks aufgenommen, eine klassische Oper komponiert und für ein Theaterstück des Regisseurs Robert Wilson Shakespeare-Sonette vertont.

Für alle Konzerte sind laut Claudia Hagedorn noch Karten zu haben. Und auch schon für 2019 gibt es die ersten Anfragen. „Ich warte ja noch auf die Stones“, sagt sie und lacht. Ihr Kollege Bernhard Wilmer könnte sich auch Madonna in der Lichtburg vorstellen. Die hat letztens angekündigt, nur noch Clubkonzerte zu geben. Vielleicht klappt es ja.

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