Wohnungsbau

Parc Dunant in Essen-Rüttenscheid nimmt weiter Gestalt an

Der Parc Dunant aus der Vogelperspektive: Die Luftaufnahme entstand im April. Rund eineinhalb Jahre wird es noch dauern, bis die Wohnungen bezugsfertig sind.

Der Parc Dunant aus der Vogelperspektive: Die Luftaufnahme entstand im April. Rund eineinhalb Jahre wird es noch dauern, bis die Wohnungen bezugsfertig sind.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Essen-Rüttenscheid.  Das Neubauviertel Parc Dunant in Essen-Rüttenscheid nimmt immer mehr Form an. Die Arbeiten, aber auch die Vermarktung schreiten derweil voran.

Die Neubausiedlung Parc Dunant nimmt immer mehr Gestalt an. Doch nicht nur die Arbeiten gehen voran, sondern auch die Vermarktung, wie der Düsseldorfer Investor Gentes meldet. Mittlerweile seien alle 91 Eigentumswohnungen verkauft. Der jüngste Vertragsabschluss sei vor wenigen Tagen erfolgt. Insgesamt entstehen in dem Viertel 306 neue Wohnungen.

Unterschiedlicher Baufortschritt in den einzelnen Gebäuden

Auf der Großbaustelle an der Henri-Dunant-Straße sind derzeit ganz unterschiedliche Gewerke vertreten, berichtet Michael Kraus, Geschäftsführer des Unternehmens aus der Landeshauptstadt. Während Maurer in einigen Baufeldern noch mit dem Rohbau beschäftigt sind, haben in anderen Gebäuden Fliesenleger und Elektriker das Sagen. Der gesamte Plan für den Parc Dunant sehe vor, dass der Baufortschritt nicht überall gleich sei. Während einerseits noch Stockwerke hochgezogen würden, hätten in anderen Bereichen längst die Fassengestaltung und Dacharbeiten begonnen. Die zeitlichen Vorgaben wolle sein Unternehmen auf jeden Fall einhalten. Danach sollen bis Ende des Jahres 2021 alle Wohnungen bezugsfertig sein.

Damit in der Siedlung auch Grünanlagen entstehen können, haben sowohl Kraus als auch Hans Burow, ebenfalls Geschäftsführer von Gentes, in der vorletzten Woche 190 Gehölze bestellt. Dazu besuchten die beiden Geschäftsleute eine Baumschule in Niedersachsen. Bei den Neuanpflanzungen handele es sich vorwiegend um heimische Baumarten. Zudem sei auch die „in Rüttenscheid beliebte Kirsche vertreten“, erklärte Kraus.

Tiefgarage mit 302 Stellplätzen

Zu den zahlreichen Diskussionspunkten vor Beginn des Bauprojektes gehörte die Frage nach der Anzahl der Parkplätze. Nach Worten des Geschäftsführers sieht das Konzept nun vor, dass die Tiefgarage 302 Stellplätze beherbergen wird. Darüber hinaus werde es 14 Plätze unter freiem Himmel geben. Zudem sei auch an Besucher der Anwohner gedacht. Für sie stünden 90 Parkplätze entlang der Straße und auf dem Grundstück selbst zur Verfügung.

Wenn alle Arbeiten abgeschlossen und die Wohnungen schlüsselfertig übergeben werden können, übernimmt das Unternehmen Vivawest rund 185 Wohneinheiten, etwa 20 gehen in privaten Besitz über, sagt Kraus. Nach Angaben von Vivawest haben die Wohnungen unterschiedliche Größen und seien daher auch für verschiedene Bevölkerungsgruppen interessant. Die Zahl der Zimmer in den Unterkünften reicht von 1,5 bis 4. Haben die kleinsten Wohnungen eine Fläche von 46 Quadratmetern weisen die größten 160 Quadratmeter auf. Die genauen Mietpreise würden noch kalkuliert, hieß es aus der Pressestelle des Unternehmens mit Sitz in Gelsenkirchen.

Bürgerinitiative erinnert an geplante Linksabbiegespur an der Kreuzung mit der Wittenbergstraße

Die Bürgerinitiative Henri2020 hat angekündigt, dass sie das Bauvorhaben weiterhin kritisch begleiten werde. Nachdem sie vor dem Oberverwaltungsgericht mit einem Normenkontrollverfahren gescheitert war und die Richter die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplanes bestätigten, meldete sich die Initiative erneut zu Wort. Denn noch immer drohe ein verkehrstechnisches Problem in der Siedlung, „das wir nicht alleine dem Willen der Stadtverwaltung überlassen wollen“, erklären die beiden Sprecher der Initiative, Holger Ackermann und Andreas Rothe. Man werde an die avisierte Linksabbiegerspur im Kreuzungsbereich von Henri-Dunant-Straße und Wittenbergstraße erinnern, falls sich die Verkehrsbelastung in dem Wohnquartier verschärfe. Die Sprecher betonen ferner, dass das Engagement von Henri2020 zu einer Verminderung der Anzahl von Wohnungen geführt habe. Statt der ursprünglich geplanten 420 würden jetzt 300 Wohneinheiten gebaut.

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