Deutscher Nachbarschaftspreis

Fachgeschäft für Stadtwandel gewinnt Nachbarschaftspreis

Sebastian Gallander, Geschäftsführer der nebenan.de Stiftung, Familienministerin Franziska Giffey und Friederike Sandow, Mitarbeiterin der nebenan.de Stiftung, überreichten Martina Nies den Preis für den Landessieger des Deutschen Nachbarschaftspreises.  ​  

Sebastian Gallander, Geschäftsführer der nebenan.de Stiftung, Familienministerin Franziska Giffey und Friederike Sandow, Mitarbeiterin der nebenan.de Stiftung, überreichten Martina Nies den Preis für den Landessieger des Deutschen Nachbarschaftspreises.  ​  

Foto: Christian Klant

Essen-Holsterhausen.  Das Fachgeschäft für Stadtwandel aus Essen-Holsterhausen wird zum Landessieger gekürt. Für den Publikumspreis hat es nicht gereicht.

Das Fachgeschäft für Stadtwandel ist das beste Nachbarschaftsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Aus 800 Bewerbungen und 106 nominierten Projekten für den Deutschen Nachbarschaftspreis hat nun eine Experten-Jury das Projekt aus Holsterhausen zum Landessieger NRW gekürt.

„Vielfältig, nachhaltig und lokal – das Projekt Fachgeschäft für Stadtwandel hat viele nachahmenswerte Facetten. Die Verortung als Fachgeschäft eröffnet neue Möglichkeiten”, sagt Timo Munzinger vom Städtetag Nordrhein-Westfalen, Mitglied der Landesjury NRW. Insgesamt haben acht Projekte aus dem Bundesland die erste Hürde in der Bewerbung um den Deutschen Nachbarschaftspreis geschafft.

Der Preis für nachbarschaftliches Engagement wird von der nebenan.de Stiftung verliehen. Er wurde nun schon zum dritten Mal verliehen und ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert.

Familienministerin Franziska Giffey kürt die Sieger des Nachbarschaftspreises in Berlin

Am 24. Oktober wurden in Berlin die diesjährigen Preise von Familienministerin Franziska Giffey an die Landessieger und den Publikumssieger überreicht und auch die von einer Jury ausgewählten Bundessieger bekannt gegeben. „Wir freuen uns riesig über die Auszeichnung als Landessieger und den mit 2000 Euro dotierten Preis“, sagt Martina Nies vom Fachgeschäft für Stadtwandel. Vier Vertreter des Fachgeschäfts waren bei der Preisverleihung in der Bundeshauptstadt dabei.

Dass es nicht für den Publikumspreis gereicht hat, sei nicht so dramatisch, sagt Nies. Wie viele Stimmen letzen Endes zum Sieg gefehlt haben, weiß sie nicht, da die Abstimmung in den letzten Tagen vor der Bekanntgabe nicht mehr einsehbar war. „Wir wissen nur, dass das Siegerprojekt mit 1800 Stimmen gewonnen hat“, so Nies. „Wir haben uns gefreut, dass wir überhaupt dabei waren.“

Zudem sei die Zeit in Berlin eine gute Gelegenheit gewesen, andere Projekte kennenzulernen. Am Tag nach der Preisverleihung gab es eine Veranstaltung mit Workshops und Vorträgen zum Thema ehrenamtlicher Alltag. „Das war sehr gut für uns, um untereinander Erfahrungen auszutauschen“, so Nies.

Preisgeld soll in eine Rikscha für Holsterhausen investiert werden

Das Preisgeld von 2000 Euro werden die Ehrenamtlichen des Fachgeschäfts nun reinvestieren. „Wir machen bei einer Projektausschreibung mit.“ Wenn es mit den Fördermitteln dieser Ausschreibung klappt, wolle das Fachgeschäft eine Rikscha für Holsterhausen anschaffen.

Die Idee verfolgten sie nun schon länger, gemeinsam mit Mitgliedern von „Wir sind Holsterhausen“. „Sollte alles klappen, werden wir die Rikscha an verschiedenen Orten im Stadtteil einsetzen und schauen, wie sie angenommen wird.“ Eine Idee dabei sei unter anderem, beim Wochenmarkt am Donnerstag ältere Menschen und deren Einkäufe mit dem Gefährt nach Hause zu fahren und ihnen so wieder die Möglichkeit zu geben, aktiv am Leben in Holsterhausen teilzunehmen.

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