Telefonstörung

DRK-Seniorenheim in Essen seit Wochen ohne Telefonanschluss

Das DRK-Seniorenzentrum ist zur Zeit von einer Telefonstörung betroffen. Die Bewohner sind nicht mehr zu erreichen. Bisher hat die Telekom den Schaden nicht behoben.

Das DRK-Seniorenzentrum ist zur Zeit von einer Telefonstörung betroffen. Die Bewohner sind nicht mehr zu erreichen. Bisher hat die Telekom den Schaden nicht behoben.

Foto: VON BORN, Ulrich / WAZ FotoPool

Essen-Rüttenscheid.  Bei Bauarbeiten in Essen-Rüttenscheid wurde ein Telefonkabel durchtrennt. Anwohner eines Seniorenheims sind nun von der Außenwelt abgeschnitten.

Vor über drei Wochen ist ein Telefonkabel des DRK-Seniorenheims auf der Henri-Dunant-Straße in Essen-Rüttenscheid bei Bauarbeiten beschädigt worden. Seit dem sind die Bewohner des Hauses telefonisch nicht mehr zu erreichen. Für viele ein Problem, denn die meisten von ihnen sind auf das Telefon angewiesen, um Kontakt zu ihren Angehörigen halten zu können.

Das weiß auch Heike Kalb: Seit Wochen versucht sie ihre Freundin Susanne Ruhnau, die seit einigen Jahren in dem Seniorenheim wohnt, zu erreichen. „Wir sind auf das Telefon angewiesen“, sagt sie, da sie in Mecklenburg-Vorpommern wohne und „nicht einfach mal vorbeifahren kann“. Nur wenn der Neffe von Susanne Ruhnau mal im Heim zu Besuch ist, habe sie die Chance, über sein Handy mit ihrer Freundin zu sprechen.

„Ich bin über die Zustände entsetzt“, sagt sie. Dass eine Störung nicht innerhalb von einem Tag behoben werden kann, sei ihr klar. „Aber, dass dieser Zustand nun schon so lange andauert, ist wirklich eine Zumutung für die Bewohner und ihre Angehörigen.“

Auch andere Teile der Straße in Essen-Rüttenscheid sind von der Störung betroffen

Auf Nachfrage beim DRK-Seniorenheim teilt ein Mitarbeiter mit, dass dem Heim die Hände gebunden seien, da das Kabel bei Bauarbeiten beschädigt worden ist. Nun sei es Aufgabe des Telefonanbieters, der Telekom, diesen Schaden wieder zu beheben und das Kabel zu reparieren. „Wir wollen auch, dass sich endlich was tut.“ Die Telekom habe es bisher nicht geschafft, das Problem zu beheben. Nicht nur das DRK-Heim, sondern auch andere Teile der Straße sollen von der Störung betroffen sein.

Als Notlösung wurde nun vom Seniorenheim in jedem Wohnbereich ein Handy für Notfälle verteilt. Viel zu wenig, wie Heike Kalb findet. Schließlich teilten sich mindestens 20 Personen einen Wohnbereich. „Da können die Bewohner das Handy nicht lange für sich beanspruchen und in Ruhe telefonieren.“

Telekom weiß nicht, wann das Kabel repariert sein wird

Die Telekom nimmt auf Anfrage dieser Zeitung zu dem Vorfall Stellung und bestätigt, dass auf einer Großbaustelle eines ihrer Kabel durch eine Fremdfirma beschädigt worden ist. „Da diese Beschädigung durch den Verursacher nicht sofort bemerkt wurde, hat es etwas Zeit in Anspruch genommen, die Ursache für die aufgetretene Störung zu finden“, teilt Telekom-Sprecherin Marion Flink mit. Erschwerend käme hinzu, dass für die Reparatur des Schadens Tiefbauarbeiten notwendig gewesen seien. „Diese konnten nicht sofort durchgeführt werden, da unter anderem ein Schutthaufen die Fehlerstelle bedeckte und diese zudem in der Baustellen-Zufahrt liegt, die zugänglich bleiben musste“, so Flink.

Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, kann die Sprecherin nicht sagen. „Die Schadstelle ist nun aber freigelegt und die Technik-Kollegen arbeiten vor Ort mit Hochdruck daran, die Verbindungen wiederherzustellen.“

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