Ausstellung

Performance-Gottesdienst in der Kreuzeskirche

Die Künstlerin Gabriele Kaiser-Schanz bei einer Performance in der Abteikirche in Kamp-Lintfort.

Die Künstlerin Gabriele Kaiser-Schanz bei einer Performance in der Abteikirche in Kamp-Lintfort.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Kettwig.  Für Gabriele Kaiser-Schanz ist es der erste Performance-Gottesdienst – mit Pfarrer Steffen Hunder lässt sie sich auf dieses Experiment ein.

Gabriele Kaiser-Schanz lebt mit ihrer Familie in Kettwig und ist mit ihrem Atelier im vergangenen Winter von Rüttenscheid zu den Werdener Toren an die Ruhrtalstraße gezogen. Ein Ergebnis ihrer Arbeit in diesem kleinen Kreativquartier präsentiert sie am kommenden Sonntag, 26. Mai, in der Kreuzeskirche in Essen.

Ein quälender Befreiungsprozess

Dort beginnt um 10 Uhr ein Performance-Gottesdienst, den sie unter das Motto „Befreit von meinen Banden – ein anderer Exodus“ stellt. Zum ersten Mal lässt sie sich auf diese Kunstform ein, wird gemeinsam mit Pfarrer Steffen Hunder, aufbauend auf den Themen Angst, Einengung, Befreiung und Exodus einen gemeinsamen Gottesdienst gestalten. Ihre Performance wird den quälenden Befreiungsprozess einer Frau in drei Sequenzen zeigen – exemplarisch für den Befreiungsprozess eines jeden Menschen.

Uraufführung war in der Duisburger Salvatorkirche

Uraufgeführt wurde diese Performance 2016 in der Duisburger Salvatorkirche. Damals inspirierte sie der theologische Text des Buches Exodus, der israelitische Auszug aus Ägypten. In der Kreuzeskirche wird Gabriele Kaiser-Schanz den Exodus stellvertretend für den Fall der Berliner Mauer sehen.

Im Anschluss daran wird ihre Ausstellung mit dem Titel „Mikrokosmos im Makrokosmos“ eröffnet. Im Kirchenraum werden dann Zellen, der Ursprung des Lebens auf der Erde, in all ihrer Vielfalt zu sehen sein. „Mich fasziniert der Mensch in all seinen Facetten. Aber auch der Mensch in seinem Ursprung wie Zellkörper, Zellschichten und Zellstrukturen“, sagt sie. Im Kirchenschiff werden drei Arbeiten zu sehen sein, die die mögliche Vielfalt an Weiterentwicklung zeigen.

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