Russlanddeutsch

Befürchtungen und Entwicklung: Russlanddeutsche diskutieren

Ins Bürgerhaus Oststadt lädt der Diskussionsklub des „Forums der Russlanddeutschen in Essen“  Interessierte ein.

Ins Bürgerhaus Oststadt lädt der Diskussionsklub des „Forums der Russlanddeutschen in Essen“ Interessierte ein.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Freisenbruch.  Seit 25 Jahren leben Russlanddeutsche in Stadtteilen wie Horst, Freisenbruch und Steele: Sie ziehen Bilanz und laden ins Bürgerhaus Oststadt ein.

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Der Diskussionsklub des „Forums der Russlanddeutschen in Essen“ lädt am Freitag, 17. Mai, 18 Uhr, ins Bürgerhaus Oststadt, Raum 120, Schultenweg 37-41, ein. Thema der Diskussion: „25 Jahre Russlanddeutsche in der Oststadt: Befürchtungen, Entwicklungen, Realität.“

Nach der Verabschiedung des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes im April 1993 zogen verstärkt deutsche Spätaussiedler aus Ländern der ehemaligen UdSSR nach Essen. Seit 1994 kamen innerhalb weniger Jahre hunderte neuzugewanderte Familien ins Hörsterfeld, Bergmannsfeld und nach Steele. Es sei damals eine große Herausforderung für alle beteiligten Akteure und für den Verein Forum der Russlanddeutschen in Essen als Selbstorganisation und Interessenvertreter der Spätaussiedler gewesen, die Integrationsprozesse in Gang zu setzen.

Zusammenleben mit anderen kulturellen Gruppen

„25 Jahre nachdem alles begonnen hat, wollen wir eine Bilanz ziehen. Wir möchten über Fragen diskutieren, die vielen Russlanddeutschen sehr wichtig sind“, kündigt Igor Wenzel vom Forum an. Diese lauten: Wo sind wir nach mehreren Jahren in Deutschland angekommen? Haben wir unsere Ziele erreicht? Wenn ja, was hat dazu im Wesentlichen beigetragen? Wenn nicht, was waren die Hindernisse?

Die Vereinsmitglieder wollen außerdem genau schauen, wie viele der Spätaussiedler dauerhaft im Osten Essens geblieben sind und wie viele die Großsiedlungen des sozialen Wohnungsbaus verlassen haben. Es soll dabei um das jetzige Zusammenleben mit anderen gesellschaftlichen und kulturellen Gruppen in den Stadtteilen gehen und welchen Beitrag die Aussiedlerfamilien dazu leisten.

Gespräch mit Gästen und Spätaussiedlern

Beim Gespräch werden neben dem Bezirksbürgermeister Gerd Hampel auch Menschen teilnehmen, die in den vergangenen Jahren als Mitarbeiter von sozialen und pädagogischen Einrichtungen, Mitglieder der Kirchengemeinden, von Sport- und Kulturvereinen oder als politisch aktive Bürger die Integrationsprozesse aktiv begleitet haben. Und selbstverständlich sollen sich auch die Russlanddeutschen beteiligen und ihre Erfahrungen schildern. Das werden Spätaussiedler der „ersten Welle“ sein, es werden aber ebenso die Menschen sein, die Jahre später kamen oder junge Leute, die in Aussiedlerfamilien schon in Essen geboren sind, kündigt der Veranstalter an.

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