Sportplatzsanierung

Katernberger Fußballern fehlt noch die passende Umkleide

Vor knapp zwei Jahren fusionierten die Vereine SF Katernberg 1913 und die DJK Katernberg 1919. Willi Bock (li.) steht als langjähriger Vorsitzender seit der Fusion dem Verein vor. Mit Klaus Marcinczyk (Abteilungsleiter Fußball) sprach er nun über die Probleme auf der Sportanlage Meerbruchstraße, wo sein alter Verein DJK stets spielte. Die Sportfreunde siedelten vor anderthalb Jahren vom Sportplatz Am Lindenbruch über.

Vor knapp zwei Jahren fusionierten die Vereine SF Katernberg 1913 und die DJK Katernberg 1919. Willi Bock (li.) steht als langjähriger Vorsitzender seit der Fusion dem Verein vor. Mit Klaus Marcinczyk (Abteilungsleiter Fußball) sprach er nun über die Probleme auf der Sportanlage Meerbruchstraße, wo sein alter Verein DJK stets spielte. Die Sportfreunde siedelten vor anderthalb Jahren vom Sportplatz Am Lindenbruch über.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Katernberg.  Die Sanierung der Umkleiden auf dem Sportplatz Meerbruchstraße versprach die Stadt dem Verein DJK SF Katernberg 13/19. Doch es gibt Verzögerungen.

Neue Umkleiden versprach die Stadt dem Verein DJK SF Katernberg13/19. Der Bau an der Sportanlage Meerbruchstraße verläuft jedoch langsamer als geplant.

Die 18 Mannschaften des Katernberger Vereins können derzeit nur vier Umkleidekabinen nutzen. Zwei weitere befinden sich noch im Rohbau. Es fehlt der Bodenbelag, die Duschen sind nicht montiert, die Fliesen fehlen, und statt einer Lüftungsanlage ist ein Loch in der Wand.

Das schränkt die Fußballer bei ihrem Spielbetrieb gehörig ein. „Wir geben die Schuld daran nicht der Stadt“, macht Vorsitzender Willi Bock klar. Bis auf den Zustand der Umkleidekabinen sind wir eigentlich zufrieden“. Vielmehr sei die Koordination zwischen den einzelnen Betrieben, die sich um den Umbau der Sportstätte kümmern, schwierig.

Die Katernberger Vereine fusionierten im Jahr 2017

Die Sportfreunde Katernberg zogen im Jahr 2017 vom Platz am Lindenbruch zur Heimstatt der DJK Katernberg – in dem dem Jahr, als beide Klubs zur DJK SF Katernberg 13/19 fusionierten. Im Mai dieses Jahres hatte die Stadt den Platz dem Fusionsverein übergeben, nachdem der Außenbereich im Dezember 2018 fertiggestellt worden war. Zuvor wurde der Aschenplatz durch Kunstrasen ersetzt und eine Leichtathletikanlage gebaut. „Wir haben uns sehr über den neuen Platz gefreut. Leider haben die mit dem Bau beauftragten Betriebe aber an den zwei Umkleidekabinen seit Mai nur etwa vier Wochen lang gearbeitet“, sagt Klaus Marcinczyk, der Leiter der Fußballabteilung.

Eine Nachfrage bei der Stadt ergab Folgendes: Die Stadt saniert die in den beiden Umkleiden befindliche Sanitäranlage, da diese in das neue Sanitärsystem integriert werden musste. „Ansonsten hätte es keine Möglichkeit gegeben, die Duschen zu erhalten“, so eine Stadtsprecherin. Eigentlich sollten nur die Duschen und Toiletten saniert werden, doch dann habe die Stadt weitere Mängel entdeckt, die eine Kernsanierung erforderlich machten. Dadurch habe sich die Baumaßnahme verlängert. Die Arbeiten im Sanitärbereich, so teilt die Stadt mit, sollen bis Anfang Oktober abgeschlossen sein.“ Von diesem Plan weiß der Verein allerdings nichts, wie Willi Boch bestätigt.


Zustand der Umkleiden ist ein generelles Problem und vielschichtig

Die Umkleiden sind jedoch generell ein Problem: Erst nächste Woche soll der Platz an der Meerbruchstraße eine zentrale Schließanlage für alle Sozialräume, also auch die vier benutzten Umkleidekabinen bekommen. Bisher war es für Gastvereine und Heimmannschaften nicht möglich, ihre Wertgegenstände und Sportsachen wegzuschließen. Willi Bock: „Die Klamotten bleiben zwar in der Umkleide, doch die Wertsachen nehmen die Sportler im Jutebeuteln derzeit mit zum Platz.“

Heizung im Vereinsheim wurde noch nicht modernisiert

Die aktuelle Situation ist ärgerlich, denn bei den Fusionsverhandlungen wurde die Anlage Meerbruchstraße schon vor Jahren stets favorisiert. „Die Sportstätte hier ist etwas ruhiger und außerhalb der Wohngebiete gelegen. Wir haben deshalb keine Probleme mit Lärmimmissionen. Das ist ein großer Vorteil, da wir auch an Werktagen abends spielen können“, sagt Bock.

Mit den aktuellen Planungen der Stadt, das brachliegende Areal am Lindenbruch zu bebauen, hatte diese Entscheidung übrigens nichts zu tun. „Hier griff die berühmte „2 zu 1“-Lösung. Das heißt, dass eine Platzanlage aufgegeben und eine andere aufgewertet wird“, so Bock.

Doch es gibt noch ein weiteres Problem: So wurde die Heizung im Vereinsheim noch immer nicht modernisiert. Dort fehlt eine Wärmepumpe, die eigentlich über den Sommer eingebaut werden sollte. „Jetzt, wo die kalte Jahreszeit langsam kommt, wäre es fatal, wenn unsere alte Heizung wegen der Arbeiten abgestellt werden müsste“, sagt Bock. Auch hier gilt: Ende offen.

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