UN-Kinderrechte

Grundstein für Platz der Kinderrechte auf Zollverein gelegt

Grundsteinlegung für den Platz der UN-Kinderrechte auf Zollverein. Beteiligt am Projekt sind der Kinderschutzbund Essen, die Stiftung Zollverein und das Ruhr Museum.

Grundsteinlegung für den Platz der UN-Kinderrechte auf Zollverein. Beteiligt am Projekt sind der Kinderschutzbund Essen, die Stiftung Zollverein und das Ruhr Museum.

Essen-Katernberg.  Ein „Platz der UN-Kinderrechte“ wollen der Kinderschutzbund, Stiftung Zollverein und Ruhr Museum schaffen. Nun wurde der Grundstein gelegt.

Um die Rechte von Kindern bemüht sich der Kinderschutzbund in Essen seit langem. Um diesen eine breite Öffentlichkeit zu geben, legte der Ortsverband Essen nun gemeinsam mit der Stiftung Zollverein und in Kooperation mit dem Ruhr Museum auf dem Unesco-Welterbe den Grundstein für einen „Platz der UN-Kinderrechte“.

Vor rund 30 Jahren, am 20. November 1989, formulierte die UN-Generalversammlung in New York City eine Konvention über die Rechte des Kindes. Für den Kinderschutzbund Essen ist dieses Jubiläum ein Grund zur Freude, aber auch Auftrag zugleich. Der Platz für Kinderrechte wird zugleich Startpunkt eines aus zehn Stationen bestehenden Kinderrechtepfads sein. „Der Platz der UN-Kinderrechte soll ein zentraler Treffpunkt für alle kleinen und großen Besucher auf Zollverein sein und zum Austausch und zur Information über die UN-Kinderrechte einladen“, erklärt Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein.

Mitmachzeche als Ausgangsort für einen Kinderrechtepfad

Gelegt wurde der Grundstein – vier Waschbetonplatten mit den Abdrücken farbenfroher Kinderhände – an der neuen Mitmachzeche für Familien und Kinder der Stiftung Zollverein – in unmittelbarer Nähe zum Familienförderzentrum „Kleiner Pütt“, das im November seinen Betrieb aufnehmen wird. „Eine ideale Ausgangslage für dieses Projekt“, wie Dörthe Plesken, Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit im Essener Kinderschutzbund betont. „Der Kinderrechtepfad will jedoch nicht nur über die UN-Kinderrechte informieren, sondern soll die Rechte auch erlebbar und erfahrbar machen“, ergänzt der Vorstandsvorsitzende des Essener DKSB-Ortsverbands, Prof. Dr. Ulrich Spie.

Die Idee zu einem „Platz der UN-Kinderrechte“ und einem Kinderrechtepfad entstand bereits im vergangenen Jahr. Doch in den kommenden Herbstferien soll die inhaltliche Gestaltung der einzelnen Stationen beginnen. Dabei kommt den Kindern und Jugendlichen der „Lernhäuser“ des Essener Kinderschutzbundes, aber auch den Jüngsten der insgesamt zehn Kindertagesstätten und den fünf Familienzentren DKSB („Blauer Elefant“) eine tragende Rolle zu. „In den Kitas sammeln wir schon jetzt erste Ideen, wie die einzelnen Stationen aussehen könnten, um die Kinderrechte in kindgerechter Weise darzustellen“, sagt Dörthe Plesken. „In unseren Lernhäusern werden wir dies in den Ferien tun. Dann werden dort auch Projektwochen zum Thema angeboten.“

„Wir wollen die UN-Kinderrechte in den Köpfen der Menschen verankern“

Die Intention ist klar: Die UN-Kinderrechte müssten im Grundgesetz und in den Köpfen der Menschen verankert werden, fordert Spie.“Doch sie wollen und sollen aber auch in unserer Gesellschaft gelebt werden.“ Drei der UN-Kinderrechte will der Kinderschutzbund Essen durch seine Aktivitäten, Aktionen und Angebote in besonderen Weise hervorheben: Das Recht auf Schutz vor Gewalt, das Recht auf Bildung und das Recht auf Freizeit und Spiel. „Wir sehen hier besondere Handlungsbedarf für die Kinder in unserer Stadt“.

Der „Platz der UN-Kinderrechte“ und der Kinderrechtepfad sollen im kommenden Frühsommer auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein eröffnet werden. „Wir wünschen uns, dass zu diesem Zeitpunkt die UN-Kinderrechte im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland bereits verankert sind“, so der Kinderschutzvorsitzende Spie. Der DKSB setzt sich bundesweit dafür ein, dass die Kinderrechte in das Grundgesetz aufgenommen werden. Letzteres wäre ein Auftrag an die Politik, alle Gesetze daraufhin zu überprüfen, ob sie dem Recht der Kinder auf soziale Sicherheit, Bildung und Partizipation tatsächlich gerecht werden.

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