Kommunalpolitik

Neuer Wechsel im Essener Rat: Gunkel geht zu Tierschutz/BAL

Ab sofort ist er für die Rats-Vereinigung BAL/Tierschutz unterwegs: Manfred Gunkel, bis vor kurzem noch Mitstreiter bei der „Bürgerlichen Mitte Essen“.

Ab sofort ist er für die Rats-Vereinigung BAL/Tierschutz unterwegs: Manfred Gunkel, bis vor kurzem noch Mitstreiter bei der „Bürgerlichen Mitte Essen“.

Foto: Foto: MG

Essen.  Nach seinem Abschied von der „Bürgerlichen Mitte“ im Rat heuert Ratsherr Manfred Gunkel bei der Gruppe BAL/Tierschutz an. Mit finanziellen Folgen.

Das Stühlerücken im Essener Stadtrat geht munter weiter: Genau einen Monat nach seinem Ausscheiden bei der „Bürgerlichen Mitte Essen“ hat Ratsherr Manfred Gunkel (Ex-Grüne, Ex-EBB) bei der nächsten Truppe im Stadtparlament angedockt: Er macht die Ratsgruppe BAL/Tierschutz ab sofort zum Trio – und hievt die Vereinigung damit in den Status einer Ratsfraktion.

Das bringt dem bisherigen Duo Marco Trauten (Ex-AfD) und Elisabeth van Heesch-Orgass (Ex-Grüne) im kommunalpolitischen Alltag eine Reihe von Vorteilen, vor allem aber finanzielle: Das Amt für Ratsangelegenheiten schätzte auf Anfrage am Mittwoch das Plus in der BAL/Tierschutz-Kasse auf lukrative 30.000 bis 35.000 Euro pro Jahr.

„Ich gehe davon aus, dass es weitergeht“

Immerhin, so Gunkel, habe man in nächster Zeit einiges vor und wolle die Ratsarbeit bis zur Kommunalwahl im September 2020 keineswegs als auslaufendes Modell betrachten: „Ich gehe davon aus, dass es weitergeht und wir zur Wahl antreten“, sagt der 69-Jährige – auch wenn sich das Beibringen zahlreicher Unterstützer-Unterschriften noch als beachtliche Hürde erweisen dürfte.

Dass Tierschutz irgendwie im lokalen Politik-Trend liegt, zeigt auch eine andere Nachricht: Die beiden Ratsfrauen der Freie-Interessen-Gemeinschaft (F.I.G), Christine Öllig und Silwana Spiegelhoff, die 2014 unterm Segel der Rechtsaußen-Vereinigung „Pro NRW“ in den Rat eingezogen, dort aber ausgetreten waren, haben sich vor einigen Tagen umbenannt: Man formiere fortan unter dem Namen „Tierschutz hier!“, heißt es in einer Ankündigung. Allerdings will die Stadt diese Umbenennung erst noch auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen.

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