Sicherheit

Nach Hetzjagd in Essen: Pitbull bleibt unter Verschluss

Nach einer Hetzjagd auf Schafe in Essen kann ein Pitbull nicht zurück zu seinem Herrchen.

Nach einer Hetzjagd auf Schafe in Essen kann ein Pitbull nicht zurück zu seinem Herrchen.

Foto: Rebecca Engelbert / WR

Essen.  Nach der Jagd auf Schafe am Ruhrufer bleibt der Pitbull vorerst im Tierheim. Sein Herrchen durfte und darf den Hund auch künftig nicht halten.

Nach der Hetzjagd eines Pitbull-Terriers auf Schafe am Ruhrufer in Essen-Steele bleiben Hund und Herrchen wohl auf Dauer getrennt. Da der 24-Jährige, der sich am Samstag auch noch mit der Polizei anlegte, nicht die vorgeschriebene Halteerlaubnis für die als gefährlich eingestufte Rasse vorlegen konnte, wird ihm der sichergestellte Vierbeiner nicht wieder ausgehändigt, sagte Stadtsprecherin Jasmin Trilling nach Rücksprache mit dem zuständigen Ordnungsamt.

Der Mann habe das Tier nachweislich illegal geführt und das Landeshundegesetz sehe es nicht vor, dass eine fehlende Halteerlaubnis sozusagen rückwirkend beantragt werden könne. Formal bekomme er nun eine Haltungsuntersagung, wenn er das Tier nicht freiwillig übereigne. Gegen diese Ordnungsverfügung könne zwar Klage eingereicht werden. Dies werde aber für unwahrscheinlich erachtet, so Trilling.

„Der Hund hat nichts Schlimmes gemacht“

Der Pitbull befinde sich zur Zeit in Obhut des Tierschutzes, sprich: Er ist im Tierheim untergebracht. Eingeschläfert wird er nicht, auch weil er sich nicht wirklich aggressiv verhalten habe, als er die Schafe jagte, so Trilling: „Der Hund hat nichts Schlimmes gemacht. Wir wissen aber noch nicht, wohin mit ihm.“

Gegen den 24-Jährigen wird weiter wegen Widerstands gegen Polizeibeamte und Verstoßes gegen das Landeshundegesetz ermittelt. Die Polizei hatte nach dem Zwischenfall berichtet, dass der frei laufende Pitbull den Elektro-Zaun zu einer Schafherde überwunden und die Tiere gehetzt habe. Der Halter habe es nicht geschafft, den jagdfreudigen Hund abzurufen und von der Herde zu trennen. Erst mit Hilfe einige unbeteiligter Spaziergänger gelang es, das Tier einzufangen, wobei die Schafe offenbar mit dem Schrecken davon kamen und nicht ernsthaft verletzt wurden.

Der Halter versuchte den Hund zu befreien

Als die Polizisten den Hund vorübergehend in einem Streifenwagen einsperren wollten, versuchte der Halter die Finger einer Beamtin umzudrehen, um sein Tier zu befreien. Durch Androhen des Einsatzes von Pfefferspray und der Unterstützung weiterer Beamte konnte der aggressive 24-Jährige überwältigt werden. Nach Personalienfeststellung wurde er entlassen, der Hund ins Tierheim gebracht. (j.m.)

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