Prävention

Nach Vergewaltigung im Ruhrgebiet: LKA gibt Verhaltenstipps

Die Polizei warnt: Treffen Sie sich nie allein mit einem Ihnen nicht persönlich bekannten Chatpartner.

Foto: dpa (Symboldbild)

Die Polizei warnt: Treffen Sie sich nie allein mit einem Ihnen nicht persönlich bekannten Chatpartner.

Düsseldorf.  Eine Gruppe junger Männer soll mehrere Mädchen vergewaltigt haben. Nun gibt das LKA Tipps, wie Jugendliche sich vor Übergriffen schützen können.

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Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA) warnt junge Menschen vor anonymen Kontaktaufnahmen über soziale Netzwerke. Für mögliche Täter sei es im Internet ein Leichtes, Vertrauen zu den Opfern aufzubauen und sie so zu einem Treffen zu überreden.

Mit der Warnung reagiert das LKA auf einen vergangene Woche bekannt gewordenen Fall: Eine Gruppe junger Männer soll in den vergangenen Wochen mehrere Mädchen gemeinschaftlich vergewaltigt haben. Zuvor sollen die jungen Männer über die sozialen Medien Kontakt zu den Mädchen aufgenommen haben und so ihr Vertrauen gewonnen haben, bevor sie sich mit ihnen trafen.

Die Polizei rät Jugendlichen, persönliche Informationen nur mit Bedacht an Bekanntschaften im Internet herauszugeben und einem Treffen nur dann zuzustimmen, wenn man sich dabei sicher fühle.

Nicht alleine mit einem unbekannten Chatpartner treffen

Vor dem persönlichen Kennenlernen solle man Freunde oder Familie über die Details des Treffens informieren. Unbedingt solle ein Freund oder eine Freundin mit zu dem Treffen kommen, rät die Polizei. Eine andere Möglichkeit sei, einen Freund oder Freundin zu bitten, während des Treffens zu einem verabredeten Zeitpunkt anzurufen.

Das Kennenlernen mit dem Chat-Partner solle dann unbedingt an einem öffentlichen Ort stattfinden, so dass man sich im Notfall aus der Situation zurückziehen könne. Auch An- und Abreise sollten selbstständig geplant werden, warnt das Landeskriminalamt. Auf das eigene Bauchgefühl zu hören, sei in der ganzen Situation enorm wichtig. Sobald man sich unwohl fühle, solle man das Treffen verlassen.

Zu den Tipps des LKA

Falls es doch zu einer bedrohlichen Situation komme, solle man sich durch lautes Schreien von Sätzen wie „Fassen Sie mich nicht an!“ oder "Ich werde überfallen!", auf sich aufmerksam machen und Passanten aktiv um Hilfe bitten. In jedem Fall solle Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden. (red)

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