WAZ öffnet Pforten

Leser beeindruckt von der neuen Funke-Zentrale

Am Großbildschirm im Newsdesk. Die Besucher konnten darauf verfolgen, wie die Zeitung für den nächsten Tag entsteht.

Am Großbildschirm im Newsdesk. Die Besucher konnten darauf verfolgen, wie die Zeitung für den nächsten Tag entsteht.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen.  Bei der Sommeraktion „WAZ öffnet Pforten“ ging es für Leser diesmal in den Neubau der Funke Mediengruppe.

„Großartig!“ „Beeindruckend!“ „Ein tolles modernes Medienhaus!“ Die 19 Leser, die im Rahmen der WAZ-öffnet-Pforten-Aktion die neue Zentrale der Funke Mediengruppe besuchen, sind voll des Lobes für das im Januar diesen Jahres eröffnete Gebäude. Zwei Stunden nimmt sich Immobilienchef Heiko Hansler Zeit und erklärt der Gruppe die Architektur und Funktion der Funke-Firmenzentrale, in der 1200 Menschen arbeiten.

Schon das großzügige weitläufige Foyer mit der weltweit einmaligen Medientreppe versetzt die Leser in Staunen. „Hier verschmilzt die digitale Technik mit dem Gebäude“, sagt Hansler und erklärt die Funktion und Steuerung des ungewöhnlichen Aufgangs. „Wunderbar, wie offen und hell der Eingangsbereich ist“, staunt Anita Landmann. Die 80-Jährige kann sich noch gut an das alte eher unzugängliche Verlagshaus an der Friedrichstraße erinnern, das gerade abgerissen wird: 25 Jahre lang hat sie dort in der Buchhaltung gearbeitet. „Das war ja auch eine Intention des Architektenteams – die neue Zentrale soll Transparenz signalisieren“, sagt Heiko Hansler. Dazu gehört auch das moderne Konferenzzentrum mit mehreren Veranstaltungsräumen, das in Zukunft auch für die Leser regelmäßig geöffnet wird.

Am Newsdesk der Redaktion laufen alle Fäden zusammen

Über die Medientreppe geht es dann ins Herzstück des langgestreckten Gebäudes, das mit seiner schwarzen Fassade an einen Kohleflöz erinnern soll. Am Newsdesk in der ersten Etage wird gerade konzentriert gearbeitet: In dem Großraumbüro sitzen die Redakteure vor ihren Computern, verfolgen die Nachrichtenlage, schreiben ihre Artikel. Auf einer überdimensionalen digitalen Medienwand vor ihnen laufen die Seiten der morgigen Zeitung langsam voll. „Fantastisch, was heute alles möglich ist“, sagt Heinrich Korth und lässt sich ganz genau erklären, wie der Redaktionsalltag abläuft, wer, was entscheidet, woher die Fotos kommen und wie die fertige Ausgabe kontrolliert wird.

Auch die durchdachte Innengestaltung lässt die Leser staunen. So wird das Großraumkonzept immer wieder von Ruhe- und Gesprächszonen unterbrochen. Stehtische in verschiedenen Größen dienen kurzen Besprechungen und Konferenzen, kleine Arbeitsräume „Think Tanks“, die keine Geräusche durchlassen, ermöglichen den Austausch mit Kollegen oder ein ungestörtes Telefonat und von Blicken geschützte Sitzmöbel ermöglichen kurze Phasen der Entspannung.

Historisches Arbeitszimmer des Gründers original wieder aufgebaut

So modern, fortschrittlich und funktionell die neue Zentrale der Funke Mediengruppe auch ist – die Erinnerungen des 1948 gegründeten Verlages an die ersten Jahre sind trotzdem präsent und werden gepflegt. So wurde in der vierten Etage das Arbeitszimmer von Erich Brost, der gemeinsam mit Jakob Funke die WAZ gründete, originalgetreu wiederaufgebaut. Genauso wie der legendäre Konferenzraum, an dem jahrzehntelang die Zeitung geplant wurde.

Nur ein Schritt weiter beginnt die Zukunft: Die Funke-Lounge mit ihren schicken Ledersesseln und -sofas und dem riesigen, aus einer 250 Jahre alten Eiche gefertigten Konferenztisch wird eigentlich nur für besondere Anlässe geöffnet. Doch für die Besucher wird heute eine Ausnahme gemacht: Sie genießen aus den bis zum Boden reichenden Panoramafenstern den spektakulären Blick auf das Treiben rund um den Berliner Platz. „Hier würde ich gerne mal meinen Geburtstag feiern“, scherzt ein Leser. Machbar ist das: Die Lounge kann tatsächlich extern gebucht werden.

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