Straßenbahn

Kultur auf der ganzen Linie - Mit der 107 von Gelsenkirchen bis Essen-Bredeney

Spitzenarchitektur am Wegesrand: Die 107 rauscht am Sanaa-Kubus vorbei.

Foto: Peter Sieben

Spitzenarchitektur am Wegesrand: Die 107 rauscht am Sanaa-Kubus vorbei. Foto: Peter Sieben

Essen/Gelsenkirchen.  Fast 40.000 Passagiere steigen täglich in die Straßenbahn mit der Nummer 107 - die wenigsten fahren die gesamte Strecke der Linie ab. Wir haben's gemacht: Unterwegs mit der Kulturlinie - von Gelsenkirchen bis in den Essener Süden, vorbei an Kohle und Kunst. Eine Reise durchs Revier in Bildern.

Frankenstraße: Jetzt sind es nur noch vier. Die meisten Fahrgäste haben die Straßenbahn schon viele Haltestellen vorher verlassen. Es hat schon beinahe etwas von Innehalten, wie die fast leere 107 durch ruhige Alleen und an Villen vorbei in Richtung Ziel gleitet. Kein Gemurmel, kein Gedränge mehr in den Waggons.

So als würde die Tram nach U-Bahn-Finsternis, Rush-Hour und Stadt-Trubel noch einmal Luft holen, bevor sie an der Endstation Bredeney dreht und wieder in den Kreislauf auf Schienen startet.

Museen, Opernhäuser, Kneipenviertel

Die 107: 36 Haltestellen passiert sie auf ihrem Weg vom Hauptbahnhof in Gelsenkirchen bis nach Essen-Bredeney. 37.770 Fahrgäste steigen durchschnittlich jeden Tag ein. Die meisten von ihnen fahren nur ein paar Stationen mit der Bahn, wollen schnell von A nach B, von Termin zu Termin.

Touristen kommen mit der 107 zur Zeche Zollverein, zum Museum Folkwang, zur Villa Hügel: Zwei Opernhäuser, zwei große Museen, die Philharmonie und Dutzende weitere obligatorische Sehenswürdigkeiten einer Reise durchs Revier liegen an der Schiene der "Kulturlinie".