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Werdener Heimatverein sucht Sponsoren für Tier-Skulpturen

Der Vorstand des Bürger- und Heimatvereins Werden (v.l. Dr. Dietmar Rudert, Angelika Schließmann, Hannelore Kahmann) rühren die Werbetrommel für die Holzskulpturen des Künstlers Roger Löcherbach (vorne).

Der Vorstand des Bürger- und Heimatvereins Werden (v.l. Dr. Dietmar Rudert, Angelika Schließmann, Hannelore Kahmann) rühren die Werbetrommel für die Holzskulpturen des Künstlers Roger Löcherbach (vorne).

Foto: Knut Vahlensieck

Essen-Fischlaken.   Roger Löcherbach hat für den Werdener Bürger- und Heimatverein vier Kunstwerke aus Eiche geschaffen. Wieviel sie kosten und was sie bedeuten.

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Die Kuh ist schon fertig. Schwarz-Weiß gefleckt liegt sie auf dem Hof von Roger Löcherbach und schaut den Betrachter neugierig an. „Vom Holz her bot sich das geradezu so an“, sagt der 53-Jährige über sein Kunstwerk aus massiver Eiche. Gut ein Jahr hat er daran gearbeitet, nicht in seiner Werkstatt in Fischlaken, sondern direkt beim Erzeuger sozusagen, bei einem Bauern in Heiligenhaus-Isenbügel.

Bei der Einweihung des Treidelplatzes im Jahr 2015 nahm er die Kuh mit zum selbigen, zusammen mit anderen Tier-Skulpturen. Doch gerade die Kuh war es, die Hannelore Kahmann vom Werdener Bürger- und Heimatverein, besonders gefiel. Denn die passte wunderbar zu einer Idee, die sie im Kopf hatte: „Die vier Honnschaften, die in Werden-Land noch erhalten geblieben sind, symbolisch darzustellen.“ Eine Kuh für Heidhausen („Kuh-Heiidsen“), ein Pferd für Holsterhausen („Päd-Holsterhusen“), ein Ferkel für Fischlaken („Ferkes-Fischlaken“) und eine Ziege für Hamm („Hippen-Hamm“).

Roger Löcherbach, der Werdener Heimatkünstler, erschien ihr als der passende Mann, Tradition und moderne Kunst zusammenzuführen. „Dann hat sie unseren Vorstand überzeugen können. Wir finden, dieses Tier-Ensemble passt sehr gut zum Historischen Pfad Werden-Land, den wir mit neuen Tafeln ergänzen werden“, berichtet Dr. Dietmar Rudert, Geschäftsstellenleiter des Vereins.

Am Schwarzen treffen die Honnschaften aufeinander

Einen Platz gibt es auch schon für die Skulpturen: Auf der Wiese Am Schwarzen sollen Pferd, Kuh, Ferkel und Ziege stehen – dort,wo die Honnschaften aufeinander treffen. Eine Hinweistafel soll die Bedeutung der Skulpturen erklären und auf die Ortsgrenzen hinweisen. Der Standort ist von Grün und Gruga bereits genehmigt. „Es gibt sogar schon Anweisungen, wie der Platz von Hundekot sauber zu halten ist“, sagt Rudert. Mit einem Augenzwinkern tut er dies, denn noch ist gar nicht klar, wann die Figuren tatsächlich dort ihren Platz einnehmen werden.

Und da wird Dietmar Rudert ein klein wenig ungehalten: „Wir haben bislang noch keine finanzielle Unterstützung von der Bezirksvertretung bekommen.“ 3000 Euro waren beantragt, wurden aber in der Gremiumssitzung Ende März nicht bewilligt. Der Zuschuss für die neuen Tafeln des Historischen Pfades hingegen schon. Nachvollziehen kann Rudert das nicht, schließlich handele es sich quasi um ein den Pfad ergänzendes Ensemble-Projekt. Er hofft aber, dass der Bürger- und Heimatverein im Laufe des Jahres doch noch mit einer Förderung zum Zuge kommt.

1500 Euro inklusive Befestigung

Jedenfalls rührt der Vorstand nun kräftig die Werbetrommel, um Sponsoren für das Projekt zu gewinnen. Ziege, Pferd und Ferkel sind immerhin schon in ihrer Rohform gut zu erkennen. Roger Löcherbach hat sie ebenfalls aus Eichenholz geformt: „Das sind Bäume, die Ela zum Opfer gefallen sind.“ 1500 Euro sind pro Skulptur inklusive Befestigung am Standort in Heidhausen aufzubringen. „Die Ziege ist sogar schon finanziert“, verrät Hannelore Kahmann – und hofft, dass es auch bald „Paten“ für die übrigen Tiere gibt.

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