Öffentlicher Nahverkehr

Umbau am Bahnhof Hösel bringt Probleme für Pendler in Essen

Der S-Bahnhof in Ratingen-Hösel wird umgebaut. U.a. werden zwei Aufzüge für den barrierefreien Gleiszugang installiert.

Der S-Bahnhof in Ratingen-Hösel wird umgebaut. U.a. werden zwei Aufzüge für den barrierefreien Gleiszugang installiert.

Foto: Alexandra Roth

Essen-Kettwig/Ratingen-Hösel.  Im Oktober wird die Strecke S6 für zwei Wochen gesperrt. Noch gibt es kein Konzept für den Schienenersatzverkehr. Hier die Einzelheiten.

Der S-Bahnhof in der Nachbargemeinde Ratingen-Hösel wird von der Deutschen Bahn (DB) modernisiert – nach jahrelangem Hin und Her. Das hat Auswirkungen auf den Zugverkehr der S6 und damit auf die Pendler zwischen Essen und Düsseldorf.

So steht beispielsweise eine zweiwöchige Totalsperrung im Oktober bevor und damit Schienenersatzverkehr, der die Kettwiger Haltepunkte betreffen könnte.

Aufzüge für barrierefreien Gleiszugang

Die Baumaßnahme kostet mehrere Millionen Euro. Unter anderem werden zwei Aufzüge eingebaut, die seit langem von den Fahrgästen gewünscht werden. Gehbehinderte müssen bislang zu den Gleisen lange Umwege über eine Brücke gehen.

Im Moment seien die Einrichtung der Baustelle und vorbereitende Maßnahmen erfolgt, erklärt ein Bahnsprecher. So müssten Parkplätze auf der Seite des Außenbahnsteiges gesperrt werden. Außerdem erfolge der Abbruch und Neubau des Zugangs am Außenbahnsteig West und der Neubau des Wetterschutzhauses am Außenbahnsteig.

Vereinzelte nächtliche Sperrpausen

„Zum Baubeginn der Hauptmaßnahme sind im September vereinzelte, nächtliche Sperrpausen vorgesehen, die für die Fahrgäste der Linie S6 jedoch nur zu geringen Einschränkungen führen“, sagt der Bahnsprecher.

Im Oktober sei dann allerdings eine rund zweiwöchige Totalsperrung auf einem Teilstück der Strecke Düsseldorf Hauptbahnhof – Essen Hauptbahnhof geplant. Hierauf folge direkt im Anschluss an die Totalsperrung noch ein einseitiger, nacheinander stattfindender Haltausfall für je eine Woche pro Richtung.

„Konkret bedeutet dies, dass in der letzten Oktoberwoche die S6 in Fahrtrichtung Essen nicht in Hösel hält, in der darauffolgenden Woche wird Hösel bei Verkehren in Richtung Düsseldorf nicht angefahren.“

Konzept zum Schienenersatzverkehr ist noch in Erstellung

Bei einer Totalsperrung werde es einen Schienenersatzverkehr geben, so die Information der Deutschen Bahn. Wie der aussehen wird, sei allerdings noch nicht bekannt. Nach Rücksprache mit DB Regio befinde sich das Konzept zum Schienenersatzverkehr noch in Erstellung, heißt es. „Selbstverständlich werden die Sperrungen beziehungsweise Haltausfälle im Vorfeld an die Reisenden kommuniziert und auch in die Online-Fahrplanauskünfte eingepflegt“, versichert der Sprecher.

Für die Montage der Aufzüge werden in 2020 ebenfalls vereinzelte Sperrpausen notwendig sein. „Uns ist bewusst, dass die Sperrungen zu Einschränkungen für die Reisenden führen.“ Mit diesem Konzept seien jedoch nach derzeitigem Planungsstand bereits im zweiten Quartal 2020 alle Arbeiten erledigt.

Trasse war in der Vergangenheit mehrfach gesperrt

Warum aber wurde erst jetzt begonnen? Zur Erinnerung: Im Herbst 2017 war die Strecke zwischen Werden und Hauptbahnhof komplett gesperrt – wegen Bergbauschäden. Im April 2018 fuhr die S6 wieder, doch nur kurz. Denn im Sommer sanierte die DB die Trasse zwischen Hösel und Kettwig – und ließ den Bahnhof Hösel außen vor. „Für die Arbeiten, die für 2018 vorgesehen waren, hatte sich keine Baufirma an der Ausschreibung beteiligt. Deswegen musste erneut ausgeschrieben werden“, erklärt der Bahnsprecher.

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