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Heidhausen: St. Kamillus hat künftig keinen eigenen Pastor

Fachklinik Kamillushaus Essen, Heidhausen Provinzialat der Kamillianer Außenansicht Foto Remo Bodo Tietz

Fachklinik Kamillushaus Essen, Heidhausen Provinzialat der Kamillianer Außenansicht Foto Remo Bodo Tietz

Foto: Remo Bodo Tietz / Remo Bodo Tietz, NRZ

Essen-Heidhausen.  Die Fachklinik Kamillushaus gehört zur Contilia-Gruppe. Diese hat Interesse an einer Erweiterung und am Kirchengebäude

Die Versammlung der Gemeinde St. Kamillus in der Kirche Christi Himmelfahrt am vergangenen Wochenende brachte einschneidende Neuigkeiten. Zunächst sprach Propst Jürgen Schmidt über den Weggang von Pater Gabriel und die zeitgleiche Abberufung von Kaplan Pater Byju in dessen indische Heimat.

Nun würden der Pfarrei St. Ludgerus gleich zwei Geistliche fehlen: „Der Verlust dieser beiden guten Priester ist eine Herausforderung für uns. Das Bistum ist nicht in der Lage, für St. Kamillus einen Pastor zu stellen. Wir haben keine mehr.“ Die vakante Stelle ist ausgeschrieben für Gemeindereferenten oder Diakone mit Koordinierungsauftrag: „Es gibt bisher noch keine Bewerbungen. Aber das sollte uns nicht in Unruhe versetzen.“

Pastoralteam will flexibler werden

Schmidt betonte: „Das Pastoralteam hat sich auf die Fahnen geschrieben, zukünftig flexibler zu werden. Wir wollen sicherstellen, dass die Gottesdienste weiterhin gefeiert werden können.“ In Heidhausen sollen im Konvent der Kamillaner Gästezimmer für Menschen in schwierigen Lebenslagen geschaffen werden. Doch die benachbarte Kirche wird sich der Orden nicht mehr leisten können. Zurzeit ist sie an die Pfarrei vermietet, aber auch hier ist zukünftig keine Finanzierung mehr möglich.

Die Fachklinik Kamillushaus gehört zur Contilia-Gruppe, die Interesse an einer Erweiterung und auch an dem Kirchengebäude hat. Nun finden Gespräche statt, ob und wie eine würdige Nutzung des unter Denkmalschutz stehenden Gotteshauses möglich wäre. Pater Gabriel präzisierte: „Solange noch nichts Neues entstanden ist, wird die Kirche nicht aufgegeben.“ Was Propst Schmidt bekräftigte: „Es darf nicht sein, dass die Menschen nicht wissen, wohin.“

Ökumene-Arbeitskreis ist paritätisch besetzt

Propst Schmidt setzte ein Zeichen für die Ökumene: „Ich unterstütze das Jonaprojekt mit allen meinen Kräften.“ So werde er an Silvester am ökumenischen Gottesdienst mitwirken. Gemeinderatsvorsitzende Karin Wierscheim berichtete von guten Gesprächen mit der evangelischen Gemeinde. Ein von St. Kamillus und Jona paritätisch besetzter Arbeitskreis werde die Schritte der Ökumene Am Schwarzen gemeinsam gehen. Man wolle sich kennenlernen und erst dann über Gebäude nachdenken: „Da bin ich froh, dass wir Zeit haben.“

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