Straßenverkehr

Brücker Kreisel in Kettwig soll im September endlich blühen

Die Gestaltung des Brücker Kreisels an der Ringstraße / August-Thyssen-Straße / Heiligenhauser Straße soll im September erfolgen.

Die Gestaltung des Brücker Kreisels an der Ringstraße / August-Thyssen-Straße / Heiligenhauser Straße soll im September erfolgen.

Foto: STEFAN AREND

Essen-Kettwig.  Der Brücker Kreisel in Kettwig soll im Herbst farbig gestaltet sein. Warum die Fläche nicht schon im Frühjahr bepflanzt werden konnte.

Die unendliche Geschichte des Kettwiger Kreisverkehrs sollte mit der Einweihung des selbigen im Dezember 2018 ein Ende haben. Oder zumindest spätestens mit der Namensgebung des runden Bauwerks durch den Hauptausschuss der Stadt im Januar dieses Jahres.

Doch mehr als ein halbes Jahr später sieht der „Brücker Kreisel“ – wie er nun offiziell heißt – noch genauso aus, als ob dort noch Bauarbeiten vonstatten gingen. Doch Besserung ist in Sicht – sagt die Stadt.

Der Ist-Zustand: Die Bauzäune stehen noch immer rings herum – und der geneigte Kettwiger Bürger (und vermutlich so einige auswärtige Verkehrsteilnehmer ebenfalls) fragen sich: Was soll das? Denn während an anderen Stellen im Stadtgebiet Grün und Gruga für ein attraktives Äußeres von Verkehrsanlagen sorgt, bildet die – durch den Bauzaun geschützte – Mitte des Kettwiger Kreisels einen kläglichen Erdhaufen, umgeben von Steinen.

Pläne wurden im Januar vorgestellt

Dabei hatte die Bezirksvertretung IX schon in ihrer Januar-Sitzung einen Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Bepflanzung durch Grün und Gruga abgenickt. „Es gab auch Diskussionen, ob dort eine Skulptur stehen sollte. Doch darüber ist man sich in der Sitzung nicht einig geworden“, erinnert sich Bezirksbürgermeister Michael Bonmann. Auch die Frage nach einer Patenschaft für den Brücker Kreisel blieb noch offen und wurde in die Hände von Grün und Gruga gelegt.

Eine Verwaltungsbeauftragte hatte dem Gremium folgendes vorgestellt: Grün und Gruga plane zur Begrünung des Kreisels eine Staudenbepflanzung. Vorbild bilden ähnliche Bepflanzungen im Essener Stadtgebiet zum Grüne-Hauptstadt-Jahr. Den Jahreszeiten entsprechend soll es in der Mitte des Kreisverkehrs immer blühende Pflanzen geben. Ein schöner Anblick für den Betrachter – so das Ziel.

„Und das ist es auch weiterhin“, teilt Stadtsprecherin Jasmin Trilling auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Nur mit dem Zeitplan hinken die Mitarbeiter von Grün und Gruga offensichtlich hinterher.

Ausschreibungen für die Pflanzarbeiten laufen

„Im September soll die Pflanzung nun endlich stattfinden“, sagt Trilling. „Die Ausschreibungen für die anstehenden Arbeiten laufen gerade, wie mir Grün und Gruga mitgeteilt hat.“ Warum das Ganze so lange auf sich warten ließ, erklärt Jasmin Trilling mit der Erarbeitung des Pflanzplanes. „Da wurde wohl sehr viel Mühe reingesteckt. Schließlich müssen die ausgewählten Pflanzen einiges vertragen können, wenn sie täglich den Abgasen des Verkehrs ausgesetzt sind.“

Als dann das Leistungsverzeichnis für die Anschaffung der verschiedenen Stauden und die anstehenden gärtnerischen Arbeiten fertiggestellt war, „war der Zeitpunkt für die Frühjahrspflanzung vorbei.“

„Na ja, vielleicht wären die Jungpflanzen auch durch die jetzige Hitzeperiode arg in Mitleidenschaft gezogen worden“, versucht die Stadtsprecherin dem Ganzen noch etwas Positives abzugewinnen. Den Unmut der Bürger kann sie dennoch nachvollziehen. Nun soll es aber bald losgehen: Gepflanzt werden Wildaster, Steppensalbei, Bergminze, Blutroter Storchschnabel und Rutenhirse. Man darf gespannt sein auf die herbstlich-bunte Vielfalt.

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