Kehraus in der See-Immobilie

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Heisingen. Die Lage der Immobilie ist ideal, „ich habe das Restaurant hier sehr gern betrieben“. Und dennoch gibt Pächter Georg Janowski nach sechs Jahren das Restaurant „Schifferhaus am See“ am Heisinger Stauseebogen auf. Als Grund nennt er Differenzen mit dem Vermieter. Janowski habe sich bauliche Veränderungen gewünscht, „das ist aber nicht passiert“. Zum 21. April schließt er die Pforten zum Gastraum, der bereits jetzt nur noch auf Sparflamme betrieben wird.

Alternative ist vorhanden

Längst hat Janowski mit der Vereinsgaststätte des Haarzopfer Tennisclubs Rawa eine Alternative gefunden. „Da war ich, bevor ich nach Heisingen gekommen bin und habe die Gastronomie dort vor einem Dreiviertel-Jahr wieder übernommen.“ Zwei Hochzeiten, auf denen der gelernte Koch tanzte – eine dritte kam hinzu: Für 100 bis 150 Kinder der Heisinger Carl-Funke-Schule kocht er von Haarzopf aus täglich, „was ich auch weiterhin tun werde“, zudem betreibt Janowski einen Catering-Service.

So werden vier der fünf Angestellten des Fischerhauses mit dem Gastronom Ende April nach Haarzopf wechseln – bevor am See die Lichter ausgehen. Ein Nachpächter ist indes noch nicht gefunden. Obwohl sich bereits Interessenten gemeldet haben, wie Jürgen Heising vom Fischereiverein bestätigt. „Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Wir sind noch dabei, alle Unterlagen zu sichten, um eine endgültige Auswahl treffen zu können.“

Zwar befindet sich die See-Immobilie, in deren erster Etage das Restaurant nebst Außengastronomie angesiedelt ist, im Besitz des Ruhrverbandes. Gepachtet hat Grundstück und Gebäude jedoch der Fischereiverein, der es wiederum weitervermietet.

Langfristige Geschäftsbeziehung

Interessiert sei man, so Heising, an einer langfristigen Geschäftsbeziehung. „Es macht keinen Sinn, alle Nase lang einen neuen Pächter zu suchen.“ Vorgaben mache man dem künftigen Wirt nicht. „Wer ein tragfähiges, überzeugendes Konzept einreicht“, der sei den Vereinsmitgliedern willkommen.

Ein nahtloser Übergang sei möglich, „vorausgesetzt das Konzept des Nachmieters deckt sich mit dem des jetzigen Pächters“ und er könne mit der vorhandenen baulichen Situation arbeiten, so Heising. Dass der Verein vor einer Neuverpachtung Umbauarbeiten vornimmt, ist nicht geplant.

Das Interesse an dem gastronomischen Betrieb ist nicht überraschend, denn auf der Heisinger Seeseite gibt es bis zur Freiherr-vom-Stein-Straße nur wenig Ausflugslokale. Das Schifferhaus am See bietet im Innen- und Außenbereich rund 180 Sitzplätze.

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