Kampmannbrücke

Kampmannbrücke: Eröffnung in der zweiten Dezember-Hälfte

Auf der Kampmannbrücke steht kein Partyzelt, es ist die Einhausung für Arbeiten, die im Trockenen erfolgen müssen.

Auf der Kampmannbrücke steht kein Partyzelt, es ist die Einhausung für Arbeiten, die im Trockenen erfolgen müssen.

Foto: Christof Köpsel / FUNKE Foto Services

Essen-Heisingen.  14,3 Millionen Euro, 40 Monate Bauzeit: Einen Eröffnungstermin für die Kampmannbrücke nennt die Stadt nicht. Der Verkehr soll im Dezember rollen.

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14,3 Millionen, etwa dreieinhalb Jahre Bauzeit, 324 Tonnen Stahl und 173 Meter Länge: Läuft alles weiterhin wie geplant, wird die Kampmannbrücke wie zuletzt angekündigt im letzten Quartal des Jahres fertiggestellt sein. Es kursiert bereits ein konkreter Termin.

Die Arbeiten liegen im Endspurt: „Allen jetzigen Planungen nach wird die Kampmannbrücke in der zweiten Dezember-Hälfte wieder für den Verkehr freigegeben“, sagt Stadtsprecherin Jacqueline Schröder. Ein Termin, der kürzlich beim CDU-Format Rathausgespräch in Heisingen fiel, bestätigt sie jedoch nicht. Demnach würde die Brücke am 21. Dezember geöffnet werden.

Mancher mutmaßte derzeit mit Blick auf das Bauwerk, es würden schon Vorbereitungen für eine Eröffnungsfeier laufen: Denn auf der Brücke sind weiße Zelte aufgebaut worden. Bei dem „Zelt“ handelt es sich laut Jacqueline Schröder aber um eine Einhausung, damit die Isolierarbeiten auf der Brücke trotz der kalten Witterung rechtzeitig abgeschlossen werden können. Dann werde es auch eine Eröffnungsfeierlichkeit geben.

Das Provisorium blieb mehr als sechs Jahrzehnte bestehen

Entstanden ist eine durchaus imposante Verbindung zwischen den Stadtteilen Heisingen und Kupferdreh, die manchem schon als Landmarke der Ruhrhalbinsel gilt. Diese ersetzt den Vorgängerbau, der einst nach dem Zweiten Weltkrieg 1950/51 als Provisorium entstand – und bis 2016 blieb.

Zum Brückenneubau zählen Verzögerungen wie auch gestiegene Kosten (etwa 4,3 Millionen Euro mehr) und ein tragisches Unglück, bei dem einer der Bauarbeiter von der Brücke stürzte und Tage später nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden konnte. An ihn erinnerten die Veranstalter von den Bürgerschaften, Stadt und Politik beim Richtfest im Mai.

Im Frühjahr konnten Bürger ihre Brücke dann auch erstmals begehen. Nach dem Festakt standen die Abdichtungsarbeiten unter den Brückenkappen (Gehweg) an. Außerdem verlegten Mitarbeiter der Stadtwerke Gas- und Wasserleitungen. Nachdem der Rohbau aus Stahl und Beton abgeschlossen war, folgten Abdichtungsarbeiten auf der Fahrbahn und der Asphalt, Geländer und Beleuchtungsmasten wurden montiert.

Für 2020 bleiben noch Restarbeiten wie die Bepflanzung

„Zurzeit laufen im Schutze einer beheizten Einhausung die Abdichtungsarbeiten auf der Brücke. Außerdem wird die Schifffahrtsrinne in der Ruhr hergestellt“, sagt die Sprecherin zum aktuellen Stand. Die Asphaltarbeiten für den Straßenbau hätten noch nicht begonnen, im Moment würden die Bordsteine und Gehwege hergestellt. Einige stark witterungsabhängige Straßenbauarbeiten an der Wuppertaler Straße auf Heisinger Seite und an der Straße Kampmannbrücke bis zur Poststraße in Kupferdreh stehen dann noch aus, bevor die Brücke freigegeben werden kann. Für 2020 stehen Restarbeiten an, dazu zählt etwa die Bepflanzung abseits von Brücke und Fahrbahnen.

Das Fazit der Stadt mit Blick auf die Bauzeit, die ursprünglich 34 Monate betragen sollte: „Eine Überschreitung von sechs Monaten ist bei einer solchen Großmaßnahme unter den bekannten Schwierigkeiten (mehrmals Unterbrechung aufgrund von Kampfmittelfunden) ein akzeptables Ergebnis.“

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