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Grugapark-Besucher trauern: Beliebter Pelikan Pedro ist tot

Da waren sie noch zu zweit im Margarethensee: Nun ist mit Pedro der letzte Pelikan aus dem Essener Grugapark gestorben.

Da waren sie noch zu zweit im Margarethensee: Nun ist mit Pedro der letzte Pelikan aus dem Essener Grugapark gestorben.

Foto: Oliver Müller

Essen.   Trauer im Grugapark: Pelikan Pedro ist verstorben. Viele Essener sind mit dem beliebten Wasservogel aufgewachsen, der stolze 35 Jahre alt wurde.

Pelikan Pedro war am liebsten draußen unterwegs, watschelte gern am Ufer des Margarethensees entlang. „Darum wollten die Tierpfleger des Essener Grugaparks den Wasservogel jetzt aus seinem Winterquartier im Tierhof holen“, erzählt Gruga-Sprecherin Christina Waimann. Doch Pedro sollte diesen Frühling nicht mehr erleben, er ist an Altersschwäche gestorben.

Pelikan Pedro galt mit 35 Jahren als Methusalem

Immerhin hatte der Pelikan mit rund 35 Jahren schon ein gesegnetes Alter erreicht: „Wir nannten ihn immer Methusalem“, sagt Christina Waimann. Ursprünglich gab es einmal drei Pelikane im Grugapark, bis vor wenigen Jahren lebte neben Pedro auch noch Kumpel Percy in der Grünanlage. Die beiden alten Herren plage mitunter die Arthrose, hieß es vor drei Jahren auf der Facebook-Seite des Parks, „aber im großen und ganzen können sie nicht klagen, schließlich gibt es täglich frischen Fisch und sie sind immer an der frischen Luft“.

Ganz artgerecht war diese Haltung freilich nicht: Heute ist es verboten, den Vögeln die Flügel zu stutzen. Der Grugapark werde konsequenterweise keine neuen Pelikane mehr anschaffen. „Sie würden einfach wegfliegen“, sagt Christina Waimann. Bis auf Enten – und die Kanadagänse – werde es demnach in der Gruga keine freilaufenden Wasservögel mehr geben. Alle anderen Vögel sind in der Freiflug-Anlage untergebracht.

Pedro aber sei ein Publikumsliebling gewesen, der sich in vielen Essener Fotoalben finden dürfte. Kinder posierten mit ihm, eine junge Frau erinnert sich, dass sie bei der Einschulung unbedingt einen Pelikan-Füller haben wollte – wegen Pedro. Der Abschied vom prominenten Pelikan gehe vielen Essener nah, sagt die Gruga-Sprecherin: „Bei Facebook ist jetzt viel los.“

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