Umwelt

Greenpeace weitet Braunkohle-Protest an RWE-Gebäuden aus

Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwoch ihren Protest gegen den Braunkohle-Abbau ausgeweitet und an der RWE-Zentrale in Essen ein Protestbanner entrollt.

Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwoch ihren Protest gegen den Braunkohle-Abbau ausgeweitet und an der RWE-Zentrale in Essen ein Protestbanner entrollt.

Foto: WTVnews

Essen.  Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat ihren Protest in Essen gegen den Braunkohle-Abbau ausgeweitet. Polizei geht gegen Aktivisten vor.

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Mit schrillem Lärm haben Greenpeace-Aktivisten am Mittwochmorgen vor dem Hochhaus der RWE Power an der Huyssenallee in der Nähe des Essener Hauptbahnhofs gegen den Braunkohle-Abbau protestiert. Die Polizei schritt schließlich ein, weil RWE-Mitarbeiter über Ohrenschmerzen geklagt hätten.

Mehrere der Demonstranten hatten sich seit dem frühen Morgen gegen 6.30 Uhr in einem Käfig auf der Ladefläche eines Lieferwagens eingeschlossen, der vor dem Haupteingang geparkt war. Gespräche mit ihnen seien laut Polizei kaum möglich gewesen, weil die Aktivisten stets eine „massiv laute und schrille Sirene“ hatten erschallen lassen. „Beamte vor Ort konnten nur mit maximalem Gehörschutz vorgehen“, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage.

Protest-Transparent an weiterem RWE-Gebäude

Schließlich hätten die Einsatzkräfte mit Hilfe der Feuerwehr den Käfig auf dem Pritschenwagen geknackt und die Demonstranten herausgeholt. Der Wagen wurden von der Polizei beschlagnahmt, sagte der Sprecher. Der Protest an dem RWE-Gebäude könne jedoch weiterlaufen, hieß es.

Zuvor waren Greenpeace-Aktivisten auch an anderer Stelle in der Stadt aktiv. An der RWE-Zentrale an der Altenessener Straße entrollten Kletterer nach eigenen Angaben ein 60 Quadratmeter großes Transparent mit der Aufschrift: „RWE Against Future“ an der Hausfassade.

Seit Dienstag protestieren Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace an der Zentrale des Energiekonzerns RWE Power an der Huyssenallee in Essen für ein Ende des Braunkohleabbaus. An dem Hochhaus befestigten sie große Banner und Spruchbänder. Vor dem Eingang stellten sie einen Wohncontainer ab, in dem sich bis auf weiteres zwei Aktivisten aufhalten wollen. An dem Protest beteiligten sich nach Angaben von Greenpeace rund 60 Aktivisten.

Aktivisten übernachteten auf RWE-Hochhaus

Laut Greenpeace hätten in der Nacht zu Mittwoch 30 Aktivisten auf dem Dach des Hochhauses übernachtet und wollten auch am Mittwoch weiterhin mit Bannern demonstrieren. Sie fordern von RWE, unverzüglich das erste Braunkohlekraftwerk in NRW abzuschalten und so den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid (CO2) „schnell zu senken „und den Hambacher Wald und bedrohte Dörfer zu retten“.

Auf dem 60 Quadratmeter großen Banner an der RWE-Zentrale greift Greenpeace RWE-Chef Rolf Martin Schmitz an. Der RWE-Chef stemme sich „mit aller Macht gegen den vereinbarten Start des Kohleausstiegs und ignoriert so den Ruf der Bevölkerung nach mehr Klimaschutz“ kritisiert Greenpeace.

Greenpeace kündigte weitere Proteste an. So gibt es an diesem Freitag, 21. Juni, in Aachen eine internationale Großdemo der Bewegung „Fridays For Future“. Am Samstag, 22 Juni, ist im Ort Keyenburg am Braunkohletagebau Garzweiler II, ein Aktionstag für mehr Klimaschutz. (dae)

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