Geschichte in dicken Materialschichten

Kunst, die etwas erzählen will: Mit Ute Schätzmüller und Laura Flöter sind derzeit zwei Künstlerinnen im Forum Kunst und Architektur zu Gast, die nicht nur die Liebe zur Literatur, sondern auch die Freude an der großen Geste, am Phantastischen verbindet. „Storytelling“ heißt die Schau, mit der sich die Künstlerinnen, die an der Uni Duisburg-Essen bei Jörg Eberhard studiert haben, am Kopstadtplatz vorstellen.

Mit schier überbordender Sammelleidenschaft und Assoziationslust wuchtet Laura Flöter dabei ihre komplexen Material-Assemblagen an die Wand. Schlüssel, Spielkarten, Spiegelscherben und Drähte versammeln sich da zu gewichtigen Bildskulpturen. Dinge entdecken und sie zu einem neuen Kontext zusammenzufügen – das ist Flöters künstlerischer Ansatz, indem sie Alltagsgegenstände Schicht für Schicht wie Sedimente unserer Gegenwartsgeschichte anhäuft.

Bei Ute Schätzmüller kommt die Erzählung luftiger daher. Im subtilen Farbenspiel von Schwarz und Weiß bewegt sie sich mit ihrer Malerei zwischen Diesseits und Jenseits, Realität und Fiktion. Und zeigt zarte Aquarelle, Zeichnungen und großformatige Malerei, die die Leinwand doch immer auch als Bühne großer Geschichten begreifen. Bis 16. Oktober.

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