Ruhrbahn

Fünf Unfälle in drei Tagen: Baustelle wird besser gesichert

Schon wieder einer: Szene an Ostern auf der Steeler Straße, aufgenommen von einem  Anwohner.

Schon wieder einer: Szene an Ostern auf der Steeler Straße, aufgenommen von einem Anwohner.

Foto: privat

Essen.   An einer Baustelle der Ruhrbahn geraten Pkw-Fahrer mit ihren Autos regelmäßig versehentlich auf die Gleise. Jetzt wird alles besser gesichert.

Eine Baustelle der Ruhrbahn auf der Steeler Straße in Essen-Huttrop hat sich an den Ostertagen zu einer Falle für Autofahrer entwickelt. Fünf Fahrzeuge gerieten zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag versehentlich auf die Straßenbahn-Gleise. Auch ein Streifenfahrzeug der Polizei war betroffen.

Die Stadt baut jetzt mehr Schilder auf und bringt zusätzliche Warnhinweise an, um Schlimmeres zu verhindern.

Die Baustelle wird ein Jahr lang bleiben

Die Ruhrbahn baut seit Anfang April die Haltestelle „Parkfriedhof“ aufwändig um. Sie wird angefahren von den Tram-Linien 103 und 109. Die Haltestelle wird barrierefrei; dafür muss sie komplett umgestaltet werden. Die Arbeiten sollen etwa ein Jahr lang dauern.

Warum an Ostern fünf Autos auf die Gleise gerieten, die alle in Richtung Innenstadt unterwegs waren, ist noch nicht abschließend geklärt: „Die Baustelle war umfangreich abgesperrt und gesichert, auch mit Hinweisen auf Schildern und auf dem Boden“, berichtet eine Sprecherin der Essener Stadtverwaltung.

Die Unfälle verliefen zum Glück glimpflich – es gab nur Sachschaden. Warum auch ein Streifenwagen der Polizei bei einer Einsatzfahrt auf die Gleise geriet, erklärt Polizeisprecherin Annika Koenig so: „Vermutlich hatte das Fahrzeug hohe Geschwindigkeit, was ja nicht zu verhindern ist.“

Die Schranke reicht offenbar nicht

Eine Schranke, die nur Trams durchlässt, soll bislang verhindern, dass Autos, die auf der Mitte der Straße fahren, in die Baustelle geraten. „Wenn man als Autofahrer nur auf die Tram achtet und nicht auf die Schranke, kann es schnell zu einem Unfall kommen, wie er geschehen ist“, vermutet Annika Koenig.

Nachdem bekannt geworden war, dass die Baustelle einer Falle für Autofahrer gleicht, haben sich Vertreter von Stadt und Ruhrbahn am Dienstag erneut vor Ort getroffen, um die Lage zu erörtern. „Die Baustelle war nach allen gültigen Richtlinien abgesichert“, betont die Sprecherin der Stadtverwaltung. „Trotzdem hat sich das Baustellen-Management dazu entschlossen, nachzubessern.“

Nun soll es mehr Pfeile, Schilder und Hinweise geben

Was bedeutet: Mehr Schildern mit Hinweispfeilen, mehr Schraffuren auf dem Boden und mehr Absperr-Baken sollen sofort aufgebaut werden, damit die Autofahrer besser auf die Baustelle aufmerksam gemacht werden.

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