Stadtteil-Projekt

„Fachgeschäft für Stadtwandel“ eröffnet in Holsterhausen

Ein Geschäft, das nicht verkauft: Ariane Möllmann, Björn Ahaus, Stefan Kohlmann, Wiebke Jünger und Jörn Hamacher (v.l.) begrüßten bei der Eröffnung des Fachgeschäftes die Besucher und erklärten das Konzept.

Ein Geschäft, das nicht verkauft: Ariane Möllmann, Björn Ahaus, Stefan Kohlmann, Wiebke Jünger und Jörn Hamacher (v.l.) begrüßten bei der Eröffnung des Fachgeschäftes die Besucher und erklärten das Konzept.

Foto: Vladimir Wegener

Essen-Holsterhausen.   Das „Fachgeschäft für Stadtwandel“ an der Gemarkenstraße möchte ökologischen Wandel im Stadtteil gestalten. Engagierte Bürger sollen mithelfen.

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Ein Fachgeschäft der besonderen Art hat jetzt an der Gemarkenstraße 72 eröffnet. Dort, wo einst eine Schlecker-Filiale und eines der ersten Aldi-Geschäfte überhaupt Waren des täglichen Bedarfs anboten, geht es nun viel weniger um Konsum, als um ein ökologisches Miteinander im Stadtteil.

Auf 240 Quadratmetern will das „Fachgeschäft für Stadtwandel“ Raum für nachhaltige Ideen bieten, sich aktiv an der Entwicklung des Quartiers beteiligen und Menschen aus der Nachbarschaft an einen Tisch bekommen.

Von der Werkstatt bis zum Café

Nach monatelanger Vorbereitung konnten sich die ersten neugierigen Besucher einen Eindruck von dem ambitionierten Stadtteil-Projekt verschaffen. Von einer Werkstattecke für Bastelarbeiten und Fahrradreparaturen, über einen Café-Bereich und eine Foodsharing-Station, bietet das Fachgeschäft auf großer Fläche auch Second-Hand-Kleidung an. Daneben stehen offene Arbeitsplätze (Co-Working) zur Verfügung und die „Wandelbibliothek“ hält Literatur rund um Nachhaltigkeit und sozial-ökologischen Wandel bereit – Themen die das Projekt fördern und in den Köpfen der Menschen verankern will.

„Wir wollen gleichzeitig aber auch ein Ort der Begegnung und ein Ort der Integration für die Menschen im Stadtteil sein“, betont Ariane Möllmann von der „Initiative für Nachhaltigkeit“. Sie gehört zu den acht kreativen Köpfen, die das Projekt seit dem vergangenen Jahr ehrenamtlich vorantreiben. Neben der Initiative gehören Helfer der „Transition Town“-Bewegung, des Runden Tisches Holsterhausen und des Werkstattcafés Pape zu den Hauptinitiatoren des Fachgeschäfts.

Veranstaltungen und Workshops geplant

Zusammenarbeiten, sich kennenlernen, Ideen und Gedanken

austauschen, das sind zentrale Anliegen, die sich auch in wechselnden Veranstaltungen widerspiegeln sollen. So werden Diakonie, Verbraucherzentrale und der Allgemeine Sozialdienst des Jugendamtes künftig kostenlose Beratungen im Laden anbieten. Zusätzlich sind Eltern-Cafés, Spieleabende und Workshops rund um Themen wie Mobilität, Energie, Ernährung und Konsum angedacht.

Finanzierung für die nächsten Monate gesichert

„Das Fachgeschäft ist allerdings längst noch nicht fertig, sondern lebt von der Beteiligung der Bürger“, sagt Stefan Kohlmann. Durch Gelder der Stiftung Mercator ist die Finanzierung des Ladenlokals zunächst für die nächsten zehn Monate gesichert. „Dann hoffen wir, dass das Projekt in der Nachbarschaft ankommt und wir Mithelfer finden, die uns weiter unterstützen“, sagt der Mit-Initiator. Bis dahin hat dieser Raum für Ideen erst einmal Zeit, sich zu entfalten.

>> INFO: Einige Infos zum Fachgeschäft

  • Das „Fachgeschäft für Stadtwandel“ wird mit 20.000 Euro von „Energie fürs Quartier“ und aus Integrationsmitteln des Bezirks III der Stadt unterstützt.
  • Die Initiatoren bieten dienstags von 12 bis 15 Uhr eine offene Sprechstunde an. Weitere Infos gibt es auf der Facebook-Seite: https://www.facebook.com/FGSHolsterhausen

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