Opernhaus

Essener Aalto-Theater vorerst ohne Dirigent Friedrich Haider

Friedrich Haider, Dirigent Foto: Sim Canetty-Clarke

Friedrich Haider, Dirigent Foto: Sim Canetty-Clarke

Foto: Sim Canetty-Clarke / Handout

Essen.  Neben einer Grippe-Erkrankung scheint es weitere Gründe dafür zu geben, dass die anstehende Premiere am Aalto ohne Friedrich Haider geplant ist.

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Friedrich Haider, erster Gastdirigent am Aalto-Theater, wird vorerst nicht am Pult des Essener Opernhauses zu erleben sein.

Neben einer aktuellen schweren Grippe-Erkrankung scheint es aber noch andere Gründe zu geben, die dafür sorgen, dass man die Premiere „Land des Lächelns“ am 7. Dezember nun einem anderen Dirigenten überantwortet.

Nach Informationen unserer Zeitung hatte sich der 58-jährige Österreicher zuletzt mehrfach über mangelnde Rücksicht des Regie-Teams hinsichtlich der musikalischen Gestaltung der Operette beklagt. So habe Haider geäußert, er fühle sich „wie ein siebenjährige Junge“ behandelt und könne so nicht weiter arbeiten; er vermisse jeden Respekt.

Aalto-Leitung plant weiter mit Haider

Offiziell gibt es für diesen Vorgang keine Bestätigung. Haiders Agentur bestätigt nur die Erkrankung: „Der Künstler hofft, schnell wieder auf die Beine zu kommen, damit er seine Zusammenarbeit mit Essen danach wie geplant fortführen kann!“

Auch ein Sprecher des Opernhauses kommentierte den Knatsch zwischen Regieteam und Dirigenten nicht, stattdessen hieß es, man plane nach wie vor mit Haider: „Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“. Haider sollte Sonntag die „Zauberflöte“ dirigieren, statt seiner leitete jedoch Johannes Witt das Orchester. Bei Essens Philharmonikern genießt der Maestro hohes Ansehen: „Er liebt uns, und wir lieben ihn“, so ein Musiker am Sonntag zur WAZ. Haider gilt als vielseitiger und äußerst engagierter Dirigent, seine Arbeit führte ihn unter anderem an Dresdens Semperoper und das „Teatro La Fenice“ in Venedig.
LvG

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