Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner: 86 Nester in Essen entfernt

Die bewährte Methode: Ein Mitarbeiter einer Spezialfirma in einem Schutzanzug saugt die Raupen des Eichenprozessionsspinners mit einem Staubsauger aus einer Eiche ab.

Die bewährte Methode: Ein Mitarbeiter einer Spezialfirma in einem Schutzanzug saugt die Raupen des Eichenprozessionsspinners mit einem Staubsauger aus einer Eiche ab.

Foto: Thomas Warnack / dpa

Essen.  Der Eichenprozessionsspinner bleibt in Essen eine Bedrohung. Im Sommer hat die Stadtverwaltung 86 Nester von einer Spezialfirma absaugen lassen.

Der heiße Sommer ist vorbei und mit ihm die Plage durch den Eichenprozessionsspinner. Zeit, Bilanz zu ziehen: Für das Jahr 2019 hat die Essener Ordnungsbehörde 86 Aufträge erteilt, um den Eichenprozessionsspinner zu entfernen, teilt das Presseamt mit. Zum Vergleich: Im Jahr davor hat die Stadt 91 Nester entfernen lassen müssen. Die Raupen mit den tückischen, nicht sichtbaren Brennhaaren haben das gesamte Stadtgebiet unverändert im Griff.

Die Kosten für die Maßnahmen belaufen sich nach jetzigem Stand auf 54.600 Euro, wobei noch nicht alle Rechnungen der beauftragten Firma eingegangen sind. Firmen wie der Kettwiger Baumdienst haben sich auf den Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner spezialisiert. Die Nester werden von Fachleuten in Schutzanzügen zuerst mit Wasser besprüht, damit die Härchen der Raupen verkleben. Danach lassen sie den Spezialsauger zum Einsatz kommen.

Stadt Essen zeigt sich mit der Arbeit der beauftragten Spezialfirma zufrieden

In der warmen Jahreszeit fühlt sich der Eichenprozessionsspinner besonders wohl. Der Kettwiger Baumdienst von Fabian Skibba ist dann pausenlos im Einsatz: in diesem Sommer mit vier Kolonnen an Rhein und Ruhr, einer dieser Zwei-Mann-Teams war allein im Essener Stadtgebiet aktiv.

Aus Sicht der Essener Stadtverwaltung haben sich diese Absaugmethode und der Einsatz von Spezialunternehmen bewährt. Sowohl der Austausch mit der Fachfirma als auch die entsprechenden Maßnahmen zur Entfernung des Eichenprozessionsspinners hätten gut funktioniert, so ein Stadtsprecher.

Nach einem Austausch mit anderen Städten im September wird die Stadtverwaltung Essen auch weiterhin auf diese Methode zurückgreifen und auf die Alternative des Giftspritzens verzichten.

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