Brehminsel

Brehminsel in Werden soll eine neue Brücke bekommen

Die Holzbrücke zur Brehminsel soll im kommenden Jahr abgerissen und durch eine tragfähigere Stahlbauvariante ersetzt werden.

Die Holzbrücke zur Brehminsel soll im kommenden Jahr abgerissen und durch eine tragfähigere Stahlbauvariante ersetzt werden.

Foto: Christof Köpsel

essen-Werden.   Die Holzbrücke hat ausgedient und soll durch eine Stahlbauvariante ersetzt werden. Die Bezirksvertretung IX entscheidet noch im November.

Die Brehminsel wird eine neue Brücke bekommen – jetzt liegen die Pläne vor, und noch in der anstehenden Novembersitzung werden die Bezirksvertreter darüber entscheiden.

Die Brehminsel liegt den Mitgliedern der Bezirksvertretung IX am Herzen. Viel Geld haben sie im Laufe der vergangenen Jahre in die Hand genommen, um die Infrastruktur des Werdener Stadtparks zu verbessern. Nicht alles hat allerdings Anklang gefunden – so gab es jüngst jede Menge Spott für die drei hölzernen Aussichtsplattformen.

Traglast von drei Tonnen reicht nicht aus

Um Sinn oder Unsinn einer neuen Brücke lässt sich hingegen kaum diskutieren, denn derzeit hat die einzige Zuwegung zur Brehminsel lediglich noch eine Traglast von drei Tonnen. Viel zu wenig, sagt die Verwaltung, um auch in Zukunft die Unterhaltung durch Grün und Gruga zu gewährleisten und die geplante Weiterentwicklung durch die BV IX durchführen zu können.

Im Mai 2017 hatten CDU- und SPD-Fraktion in der BV IX der Stadt einen Prüfauftrag erteilt – und die Antwort ist deutlich: Eine neue Brücke muss dringend her – das beschloss dann auch der Bau- und Verkehrsausschuss im vergangenen März.

Untersuchungen hatten ergeben, dass die Träger und Widerlager der Brücke mit verhältnismäßig wenig Aufwand saniert werden können – lediglich der Überbau muss komplett erneuert werden.

Mehrere Varianten wurden in den vergangenen Monaten untersucht und verglichen. Eine Brücke aus Beton wäre zu massiv, die GFK-Variante müsste zusätzlich mit Karbonfasern verstärkt werden und wäre damit zu teuer.

Genauer unter die Lupe genommen wurden letztendlich zwei Stahlbauvarianten. Der Favorit der Verwaltung wird durch ein Fachwerkgeländer getragen und „würde sich aufgrund der schlanken Form gut in die Landschaft einfügen“. Von gleicher Machart ist die Fußgängerbrücke über den Deilbach in Kupferdreh. Dort habe man gute Erfahrungen mit dieser Ausführung und dem Material gemacht. Auch beim Anstrich der Brücke will man sich am „Vorbild“ in Kupferdreh orientieren – dort wurde ein Grauton verwendet.

Sollten sich die Bezirksvertreter in ihrer Novembersitzung entscheiden, könnte im Oktober 2019 begonnen werden. Da die Holzbrücke der einzige Zugang zum Brehm ist, bliebe die Insel rund drei Monate lang gesperrt. Die Arbeiten werden in den Herbst und Winter verlegt, um den Bürgern den hohen Freizeitwert der Brehminsel den Sommer über zu erhalten. Nur einen Tag lang muss dann die Joseph-Breuer-Straße komplett gesperrt werden – wenn der Kran die Brückenteile anliefern wird. Das wird voraussichtlich an einem Wochenende erfolgen.

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