Feuerwehr-Einsatz

Brand zerstört ehemalige Schule: Feuerwehr beendet Einsatz

Großbrand in Schonnebeck: Die seit Jahren leerstehende Hauptschule auf der Bonifaciusstraße stand Freitagnachmittag in Flammen.

Großbrand in Schonnebeck: Die seit Jahren leerstehende Hauptschule auf der Bonifaciusstraße stand Freitagnachmittag in Flammen.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.  Die Feuerwehr Essen hat den Großbrand in einer leerstehenden Schule in Schonnebeck gelöscht. Der Einsatz dauerte bis tief in die Nacht.

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In Essen-Schonnebeck ist am Freitagnachmittag ein Großbrand ausgebrochen. Die seit Jahren leerstehende Hauptschule Schetters Busch brannte dabei größtenteils ab. Die imposante pechschwarze Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Die vielbefahrene Bonifaciusstraße musste während der mehrstündigen Löscharbeiten zwischen Kappertsiepen und Joachimstraße komplett gesperrt werden. Die Ermittlungen der Brandursache dauern an.

Erst am frühen Freitagabend entspannte sich die Situation. Gegen 18.45 Uhr meldete Feuerwehrsprecher Mike Filzen: „Das Feuer ist weitgehend unter Kontrolle, die Rauchentwicklung hat erheblich nachgelassen.“ Am Abend wurden Vorbereitungen getroffen, um im Gebäude selbst einen Schaumteppich legen zu können.

Noch in der Nacht habe das Technische Hilfswerk den Einsatzkräften mittels Räumgerät Zugang zu dem „recht verwilderten Gelände“ verschafft, berichtete die Feuerwehr am Samstagvormittag. „So konnten die letzten Brand- und Glutnester erreicht und gelöscht werden.“ Letztlich habe der Löscheinsatz bis 2 Uhr in der Frühe gedauert.

Nachkontrollen am Vormittag, unter anderem mit einer Wärmebildkamera, hätten keine auffälligen Ergebnisse gebracht. So könne die Einsatzstelle nun im Laufe des Samstags geräumt und abgesichert werden.

140 Einsatzkräfte beteiligt

An dem Großeinsatz waren schon bis zum Abend mehr als 90 Feuerwehrleute und zwei Dutzend Fahrzeuge beteiligt. Durch den nächtlichen Personalwechsel und die Unterstützung des THW waren am Einsatz schließlich mehr als 140 Kräfte beteiligt. Feuerwehr-Sprecher Filzen: „Ein nicht unerheblicher Anteil kommt, wie so oft, aus dem Ehrenamt.“

Die Rauchsäule sei tiefschwarz gewesen, weil das Flachdach der alten Schule mit Bitumen abgedichtet war. „Die Bilder waren dramatisch, aber die Bevölkerung nicht gefährdet“, so Filzen weiter. Es habe eine spürbare Geruchsbelästigung durch den Qualm gegeben, aber Schadstoffmessungen des Spezialfahrzeuges hätten keine Besorgnis erregenden Konzentrationen feststellen können. Aufgrund des starken Windes sei der Rauch übers östliche Stadtgebiet verteilt worden.

Schon fünf Tage zuvor hatte es an der Schule einen Brandeinsatz der Feuerwehr gegeben

Hinweise auf Brandstiftung gibt es nicht. Aber ein Vorfall vom Beginn dieser Woche – ebenfalls an der Schule Schetters Busch – nährt Spekulationen. Feuerwehrsprecher Mike Filzen berichtet von einem weiteren Brandeinsatz am Montagabend, der allerdings glimpflich ausging „Das Feuer wurde früh bemerkt und deshalb sofort gelöscht.“

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