Gesamtschule Bockmühle

Hufeisenform für die neue Gesamtschule in Essen-Altendorf

Der Haupteingang der Gesamtschule Bockmühle in Essen Altendorf, am Mittwoch den 2.10.2019. Eine Schule in einem "prekären" Umfeld, die mit zahlreichen Problemen kämpfen muss Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Der Haupteingang der Gesamtschule Bockmühle in Essen Altendorf, am Mittwoch den 2.10.2019. Eine Schule in einem "prekären" Umfeld, die mit zahlreichen Problemen kämpfen muss Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Essen-Altendorf.  Die Gesamtschule Bockmühle in Essen-Altendorf wird neu gebaut. In einer Machbarkeitsstudie werden nun mehrere Varianten zur Diskussion gestellt.

Hufeisenförmig, mit mehreren Lernhäusern – aber kein „isolierter, nicht integrierter Klotz“: So sollte die Gesamtschule Bockmühle aussehen, wenn sie einmal neu gebaut worden ist. Sowohl der Altendorfer Bürgerverein als auch die CDU Essen-West setzen sich für diesen Vorschlag der zweiten Machbarkeitsstudie vor.

Bürgerverein Altendorf setzt sich für ,Schuldorf“-Idee ein

Seit mehr als zwei Jahren setzt sich der Altendorfer Bürgerverein für eine Neubaulösung anstelle des „maroden Stadtteilfremdkörpers“ ein. Ein von ihm gegründeter Arbeitskreis tagte sechs mal, diskutierte mit Vertretern der städtischen Ämter und Ratsvertretern, um für den Bau eines „Schuldorfs für Altendorf“ zu werben. Mit der nun vorliegenden Variante 3 der Machbarkeitsstudie, die eine aufgelockerte Bauweise vorsieht, sei nun „die Chance der massiven Aufwertung des Stadtteils“ da.

Nach einem erneuten Gespräch mit der Stadtspitze wird auf einem Informationsabend über die Aktivitäten und den Sachstand aus Sicht des Arbeitskreises am Mittwoch, 4. Dezember, um 18 Uhr in der Aula der Gesamtschule Bockmühle informiert, kündig der Verein an. Der Arbeitskreis besteht aus Mitgliedern des Bürgervereins, der Schulleitung, der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord und der Firma Noweda.

CDU schreckt auch vor den hohen Kosten nicht zurück

Auch der CDU-Stadtbezirksverband West setzt sich für die Variante 3 ein. „Der dort beschriebene hufeisenförmige Bauvorschlag in mehreren Lernhäusern kommt der Idee eines Schuldorfes schon sehr nahe und ist daher ganz klar erste Wahl. Auch der Anschluss des Stadtteils an die Schule wird in dieser Variante am deutlichsten und daher sehr begrüßt“, lobt Vorsitzende Brigitte Harti. Und trotz der hohen Kosten des Bauvorhabens bekräftigt Lothar Föhse, Fraktionssprecher der CDU in der Bezirksvertretung III: „Wir wollen Chancengleichheit in Essen herstellen und schrecken daher auch nicht vor einem hohen Mitteleinsatz zurück.“

Nachgebessert werden sollte bei den Themen Lehrschwimmbecken und dem Aspekt des außerschulischen Sports, schlägt die CDU vor. Brigitte Harti: „Denn im gesamten verringern sich mit der Verkleinerung der Schule von einer Acht- auf eine Sechszügigkeit, auch die Anzahl der Sporthallen. Vereine und Verbände im Sport benötigen sowohl gute als auch verfügbare Kapazitäten und daher womöglich mehr Platz, als es die Schülerzahl erfordert.“ Gerade im Stadtteil Altendorf könne das Lehrschwimmbecken dem spezifischen Profil und der Schülerschaft wie auch dem pädagogischen Konzept der Schule entgegen kommen und außerhalb des Unterrichts für Schwimmkurse zur Verfügung stehen.

Grüne wünschen einen Treffpunkt für Jung und Alt

Zustimmung auch von den Grünen: „Wir favorisieren einen Neubau von mehreren ,Lernhäusern´ in Form eines ,Schuldorfes´. Durch eine Zug-um-Zug-Erstellung könnten erste Neubauten dann auch vor der Fertigstellung der gesamten Anlage an den Start gehen.“ Doris Eisenmenger, Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksvertretung III: „Als Stadtteilschule sollte die neue Schule neben einer Stadtteilbibliothek auch Räume für Stadtteilkonferenzen und Treffpunkte für Jung und Alt bereithalten. Mensa, Gemeinschaftsräume und Freizeiträume sollten so geplant werden, dass sie außerhalb der Schulzeiten für Aktivitäten der Bürgerschaft vor Ort zur Verfügung stehen. Schließlich sind die Bedarfe der Altendorfer Sportvereine bei der Dimensionierung der Sporthallen zu berücksichtigen.“

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