Gastwirtschaft

Der Start von Biergärten und Restaurants im Essener Süden

Roman Pichler und Catrin Linowsky, beide Inhaber und Geschäftsführer der Südtiroler Stuben, können auf ihrer großen Terrasse trotz Abstandsregeln viele Gäste bewirten.

Roman Pichler und Catrin Linowsky, beide Inhaber und Geschäftsführer der Südtiroler Stuben, können auf ihrer großen Terrasse trotz Abstandsregeln viele Gäste bewirten.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Essener Süden.  Restaurants und Biergärten haben die ersten Tage unter Hygieneregeln erlebt. Die Gäste verhielten sich positiv, so Gastronomen im Essener Süden.

Seit einer Woche dürfen die Restaurants und Kneipen wieder öffnen. Unter Hygiene-Auflagen können Gäste den heimischen Herd mal wieder kalt lassen, können das Bier außerhalb der eigenen vier Wände genießen. Bei den Gastronomen sind darauf eingestellt und die Öffnung kommt positiv an. Während am Mittwoch die Gästeanzahl trotz reduzierter Plätze eher verhalten war, war Himmelfahrt deutlich mehr los. „Es lief sehr gut, wir hatten tolles Wetter“, sagt Martin Hennig, Inhaber des Restaurants Hülsmannshof. Auffällig war für ihn das besonders „disziplinierte Verhalten“ der Gäste. „Sie warten und sind sehr geduldig“, berichtet Hennig.

Platzierung und Geduld auch nach Corona-Verordnung erwünscht

Da die Gäste jetzt platziert werden müssen, kann es zu kurzen Wartezeiten kommen. Denn bevor sie sich setzen dürfen, muss der Tisch abgeräumt und gereinigt werden. „Bei 200 Plätzen draußen kann das schon mal einen Moment in Anspruch nehmen“, sagt Hennig. Ihm gefällt das System so gut, dass er es auch nach der Corona-Verordnung beibehalten möchte: „Es ist angenehmer als vorher. Man kann den Tisch in Ruhe abräumen und niemand setzt sich einfach irgendwo hin.“

Mehrere Tische für Freunde aus verschiedenen Haushalten

Dank des Biergartens kann Hennig auch bei komplexen Situationen Lösungen finden. „Wenn beispielsweise drei Freundinnen aus drei Haushalten kommen, können wir Abhilfe schaffen, so dass sie nicht wieder gehen müssen“, berichtet der Gastwirt. Dank des großzügigen Platzangebots sei es möglich, die Gäste so zu platzieren, dass sie sich auch mit Abstand unterhalten können.“ Aktuell sind nur Personen aus zwei Haushalten an einem gemeinsamen Tisch erlaubt.

Erfreut zeigt sich seit der Wiedereröffnung des Restaurantbetriebs auch Catrin Linowsky, die Betreiberin der Südtiroler Stuben. „Man ist demütig und froh, dass es überhaupt losgeht“, sagt Linowsky. Während der Schließung haben sie und ihr Team alle Auflagen erfüllt, um vorbereitet zu sein: „Wir haben eine neue Spülmaschine an der Theke installiert, wir haben Desinfektionsspender aufgestellt und natürlich den Abstand eingehalten.“ Zwar sei es am Anfang noch „etwas schleppend“ angelaufen, doch der Feiertag sei ein guter Tag gewesen. „Die Menschen sind noch nicht so ausgehfreudig wie früher“, resümiert die Gastwirtin.

Dank der eigentlich 500 Plätze fassenden Terrasse können trotz Abstandsregeln noch viele Gäste bedient werden. „Ich bin froh, dass wir diesen Platz haben, sodass es sich auch lohnt.“ Da sich die Bewirtschaftung nicht rechnen würde, bleiben manche Restaurants geschlossen.

App würde Mitarbeitern Datenerfassung ersparen

Ebenso wie Hennig kann Linowsky nur positiv über das Gästeverhalten berichten. Die Bereitschaft, den Datenerfassungsbogen auszufüllen, sei auch bei den allermeisten vorhanden. „Schön wäre es allerdings, wenn wir bald die App bekämen, dann müssten die Mitarbeiter dafür keine Zeit aufwenden.“ Obwohl die Mitarbeiter während der Arbeit die ganze Zeit eine Maske tragen müssen, überwiege bei ihnen doch die Freude, dass sie endlich wieder arbeiten dürfen.

Im Gegensatz zu Restaurants müssen Bars und Shisha-Bars weiterhin geschlossen bleiben.

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