Naturfreunde

Barrierefreier Wanderweg führt entlang des Deilbaches

Start des Wasserwegs ist am Deilbach unweit des Bahnhofes in Kupferdreh, wo eine Übersichtstafel steht, die Stefan Schwarz, Vorsitzender der Naturfreunde-Ortsgruppe Kray/Steele, präsentiert.

Start des Wasserwegs ist am Deilbach unweit des Bahnhofes in Kupferdreh, wo eine Übersichtstafel steht, die Stefan Schwarz, Vorsitzender der Naturfreunde-Ortsgruppe Kray/Steele, präsentiert.

Foto: Julia Tillmann / FUNKE Foto Services

Essen-Kupferdreh.  Von Bahnhof zu Bahnhof, von Kupferdreh nach Velbert: Naturfreunde laden zur Tour entlang des Deilbachs ein und haben acht Infotafeln aufgestellt.

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Von Bahnhof zu Bahnhof entlang des Deilbaches führt eine Wandertour von Kupferdreh nach Nierenhof. Mit sechs Kilometern Länge und acht Infotafeln gehört die Strecke zum Projekt Wasser-Wege, bei dem die Naturfreunde NRW insgesamt sieben Wegabschnitte entwickelt haben, um für Gewässer zu sensibilisieren und zu begeistern. „Zudem ist das Wandern bei uns ein großes Thema“, sagt Stefan Schwarz (52), der erste Vorsitzende der Ortsgruppe Kray/Steele, die für den Kupferdreher Weg verantwortlich ist.

Start des Wasserweges Deilbach ist in Kupferdreh in Sichtweite des Bahnhofes (hinter der Sporthalle Kupferdreh/hinter der Prinz-Friedrich-Straße in Höhe Hausnummer 28). Dort steht die erste Übersichtstafel, die die Strecke beschreibt und Bilder etwa des Gebäudeensembles Deilbachhammer zeigt. Gleich gegenüber ist für Kinder eine interaktive Tafel, bei der es per Knopfdruck Geräusche von Fledermäusen zu hören gibt. Denn der Weg, er soll das Interesse bei Erwachsenen wie Kindern wecken, dafür gilt er sogar als barrierefrei.

Die gesamte Strecke ist barrierefrei und auch mit Kinderwagen zu bewältigen

„Die gesamte Strecke ist so eben, dass man sie auch mit Kinderwagen bewältigt“, sagt Stefan Schwarz. Ganz neu ist der Weg ohnehin nicht, ist er doch bereits für Radfahrer ausgewiesen. Die Naturfreunde aber hoffen nun, dass ihn auch die Wanderer entdecken und vor allem Natur und Sehenswertes auch links und rechts davon sehen. Dabei helfen die Tafeln, die die Geschichte des Deilbachtales und der Voßnacker Ziegelei ebenso erzählen wie den Lebensraum Deilbach, die Tier- und Pflanzenwelt am Bach, die Landschaft im Wandel und die Entwicklung des Tales erläutern.

An allen Standorten gibt es zusätzlich zu den Tafeln Informationen im Internet, die über einen QR-Code abrufbar sind. Und wem dann die einfache Strecke nach Nierenhof reicht, der steigt dort in die Bahn und fährt zurück nach Kupferdreh – oder umgekehrt.

Die Idee zur Wegstrecke entlang des Deilbaches sei bereits vor etwa anderthalb Jahren entstanden, blickt der Vorsitzende zurück. Dann hätten sie Anträge gestellt, auf Genehmigungen gewartet und schließlich angepackt, um Löcher für die Tafeln zu buddeln, berichtet Stefan Schwarz, der selbst bei den Naturfreunden hineingewachsen sei. Seine Vater bewirtschaftete damals das Naturfreundehaus in Fulerum, wo der 52-Jährige die ersten drei Lebensjahre verbrachte. Heute lebt er wieder in einem Naturfreundehaus: „Allerdings auf Velberter Gebiet, da wir in Essen nichts Entsprechendes gefunden haben.“

Naturfreunde Kray/Steele hoffen auf weitere Mitstreiter

Auch wenn sich also die 17.000 Quadratmeter, die vor allem aus Wald bestehen, außerhalb des Essener Stadtgebietes befinden, bleibt seine Ortsgruppe Kray/Steele. 76 Mitglieder zählen dazu, monatliche Treffen mit Wandern, Gesprächen und Gesang und der Wunsch, sich zu verjüngen. Denn selbst die jüngsten Mitglieder mit ihren gerade mal drei und fünf Jahren schaffen es nicht, den Altersdurchschnitt weiter als auf 68 zu senken, hat Schwarz ausgerechnet. Er hofft auf weitere Mitstreiter und möchte die Naturfreunde bekannter machen.

Pläne für das kommende Jahr gibt es bereits: Die Naturfreunde wollen weitere Angebote für Schulen und Kitas schaffen und neben ihrer bereits bestehenden Kindergruppe auch einen Jugendtreff einrichten. Und dann sollen zudem Bienenwiesen und Naturweiden für alle Insekten entstehen. Bis dahin laden die Naturfreunde auf den bereits entstandenen Wasserweg ins Deilbachtal ein.

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