Radentscheid

17.000 Unterschriften für Radentscheid in Essen gesammelt

Rad Entscheid Essen Popup Bikelane

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Foto: René Gorny

Essen.  In sieben Wochen haben die Initiatoren des Rad-Entscheids in Essen 17.000 Unterschriften gesammelt: mehr als genug für ein Bürgerbegehren.

Die Forderung nach sicheren, besseren und vor allem alltagstauglichen Radrouten findet in Essen immer mehr Unterstützer: 17.000 Unterschriften haben die Initiatoren des Essener Rad-Entscheids innerhalb von sieben Wochen bereits gesammelt.

Für das von ihnen angestrebte Bürgerbegehren sind das deutlich mehr als benötigt: Erforderlich sind die Stimmen von drei Prozent der Wahlberechtigten, was etwa 13.000 Bürgerinnen und Bürgern entspricht. „Wir hatten keine Zweifel, diesen Meilenstein zu erreichen. Dass es jedoch trotz Corona so schnell ging, freut uns ganz besonders“, sagt Klara van Eickels, Vertretungsberechtigte des Rad-Entscheids.

CDU und SPD haben bereits Unterstützung signalisiert

Die Forderungen des Bündnisses sind ambitioniert, werden aber wohl nicht nur von Grünen und Linken sondern auch von einer breiten Mehrheit aus CDU und SPD getragen: Kernforderungen sind unter anderem der Ausbau eines durchgängigen Netzes für den Alltagsradverkehr mit zehn Kilometer Strecke pro Jahr, die Einrichtung von mehr Fahrradstraßen, die Öffnung von weiteren 100 Einbahnstraßen in Gegenrichtung sowie 12.000 zusätzliche Fahrradstellplätze.

Noch unklar ist, ob der Rat der Stadt Essen das Bürgerbegehren bereits in der Ratssitzung nach der Sommerpause behandelt oder die Forderungen erst nach der Kommunalwahl umgesetzt werden. Bis es soweit ist, will die Essener Fahrradlobby weiter Unterschriften sammeln. „Je mehr Einwohner und Einwohnerinnen die Forderungen nach besseren Radwegen unterschreiben, desto deutlicher sehen auch Politik und Stadtverwaltung den Rückhalt für die Mobilitätswende“, heißt es in einer Mitteilung.

Weitere Informationen zu dem Bürgerbegehren gibt es hier.

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