Volkstrauertag

Volkstrauertag am Gevelsberger Ehrenmal

Einer der Trauerkränze der Stadt und des Verschönerungsvereins Gevelsberg am Ehrenmal. Anlässlich des Volkstrauertages legen Bürger hier mehrere Kränze nieder.

Einer der Trauerkränze der Stadt und des Verschönerungsvereins Gevelsberg am Ehrenmal. Anlässlich des Volkstrauertages legen Bürger hier mehrere Kränze nieder.

Foto: Leandro May

Gevelsberg.  Auch in Gevelsberg haben Menschen zum Volkstrauertag am Sonntag Opfern beider Weltkriege sowie von Gewalt und Terror gedacht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Zum Volkstrauertag gedenken Menschen seit etlichen Jahren den Opfern von Verfolgung, Gewalt und Vertreibung. Das Gedenken gilt den Opfern aller Kriege und Gewalttaten weltweit. In diesem Jahr fand auch wieder eine Gedenkveranstaltung am Ehrenmal im Gevelsberger Stadtwald statt. Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi hielt am Sonntagmorgen die Ansprache. Die freiwillige Feuerwehr und das Jugend-Blechbläserensemble der städtischen Musikschule unterstützten die Gedenkveranstaltung mit Fackelträgern und musikalischem Einsatz.

„Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass das friedliche Zusammenleben, wie wir es hier führen selbstverständlich ist“, sagte Bürgermeister Claus Jacobi. Deshalb sei es wichtig, eine Tradition auch in Form von Gedenkveranstaltungen weiterzuführen. Es solle nicht nur dazu dienen, Opfern von Gewalt und Terror zu gedenken, sondern auch dazu, den Frieden und die Nächstenliebe im kleinsten persönlichen Umfeld aufrechtzuerhalten.

„Ich bin bedrückt, wozu Menschen auf der gesamten Welt in der Lage sind und wie sie miteinander umgehen. Deshalb müssen wir an diesem Tag auch mahnen, denn dieser friedliche Zustand kann enden“, äußert sich Bürgermeister Claus Jacobi. „Jegliche Art von Radikalismus beginnt mit der Ausgrenzung anderer“, betont auch Helmut Kirsch, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Gevelsberg.

Aus dem Grund sei es von Vorteil, den Volkstrauertag als jährlichen Anstoß zur Toleranz und Hilfsbereitschaft nutzen zu können.

Kranzniederlegung

Der Pfarrer selbst setzte ein Zeichen, indem er seine Ansprache mit einem jüdischen Witz aus Kriegszeiten beendete. Zum Abschluss des Gedenkens legten Gevelsberger – darunter auch Claus Jacobi – fünf Trauerkränze am Ehrenmal nieder. Die Kränze wurden von der Stadt Gevelsberg und vom Verschönerungsverein Gevelsberg gestiftet. Während die Trauerkränze niedergelegt wurden, spielte das Blechbläserensemble die Deutsche Nationalhymne. Ein Großteil der Besucher brach in diesem Moment das Schweigen und begann mitzusingen. Parallel fanden auch in Schwelm und Ennepetal Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag statt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben